Fünf Jahre später

Als ich 2012 dazu bewegt wurde mal an einem Wettkampf teilzunehmen, hätte ich nie gedacht, dass ich jemals in die deutsche Bestenliste des Leichtathletikverbandes schaffen würde. Vor kurzem wurde die erste vorläufige Version des Jahres veröffentlicht, was mich dazu angeregt hat, die letzten 5 Jahre meiner sportlichen Laufbahn zu reflektieren.

Eigentlich bin ich gelaufen, um mich zu bewegen, da ich gerne viel Zeit an der frischen Luft verbringe und einen hohen Bewegungsdrang verspüre. Durch meinen Hund bin ich es praktisch seit 15 Jahren gewohnt bei Wind und Wetter lange draußen zu sein, warum also nicht laufen? Damals wäre ich nie auf die Idee gekommen einen Wettkampf mitzumachen, wenngleich ich wohl nie richtig langsam lief. Mein Papa hat mich bisweilen auch immer erfolgreich davon abgehalten, da er wollte, dass ich mir laufen als Ausgleich bewahre und nicht als "Stressfaktor". 2012 führten dann verschiedenste Umstände dazu, dass ich am Fördeland Thermen Lauf in Glücksburg teilnahm. 2013 habe ich zum ersten Mal angefangen etwas planmäßiger zu traineren und mir Gedanken um Trainingsteuerung zu machen. Als mir die DLV Bestenliste das erste Mal untergekommen ist, dachte ich mir, dass ich es nie und nimmer schaffen werde in dieser Liste zu stehen. Zu groß war doch die Differenz von meinen Bestzeiten (10 km 38:18, HM 1:26 h) und den Minimalzeiten, um in diese Liste hereinzukommen (10 km ~35:59, HM ~1:21h).

 

Nun sind mitterweile 5 Jahre vergangen und die Gründe, warum ich laufe, sind im Grunde noch dieselben.

 

Motivation #1

Im Prinzip habe ich zwei Motivationen, die mich antreiben. Nach wie vor an erster Stelle liebe ich das Laufen, so dass es keinen Unterschied macht, ob ich nun schnell bin oder langsam durch die Gegend kreuche. Es ist immer eine Wohltat, man fühlt sich danach erfrischter, sauerstoffdurchflutet und einfach gut. Natürlich fühlt man sich anders, wenn man Tempo gemacht hat, als wenn man einen langsamen Dauerlauf gelaufen ist, aber das spielt an dieser Stelle keine Rolle. Ich würde nach wie vor laufen gehen, auch wenn ich nicht schnell wäre und keinen Leistungsgedanken hätte. Ich glaube diesen Punkt können viele Läufer nachvollziehen.

Motivation #2

Ja, wenn ich schon Wettkämpfe laufe und einen gewissen Antrieb im Training habe, dann ist es unheimlich motivierend auch in der deutschen Bestenliste aufzutauchen. In der deutschen Bestenliste werden am Ende des Jahres die 50 besten Leichtathleten gelistet, in der vorläufigen Version muss man bestimmte Zeiten gerannt sein, um dort aufzutauchen. Jeder, der das abtut mit "achso, ne, hab ich gar nicht gesehen, dass ich dort drin bin..." dem glaube ich nicht. Gewisss gibt es im Leben wichtigere Dinge und das Ganze hat auch einen Abnutzungseffekt und rückt irgendwann in den Hintergrund, wenn man seit Jahren dort auftaucht, aber eine Extraportion Motivation bringt es doch auf jeden Fall mit sich.

Ich habe außerdem überlegt, was ein erfolgreiches Training auf lange Sicht ausmacht und habe mal meine wichtigsten Trainingsphilosophien aufgelistet:

1. Langfristigkeit

Den wichtigsten Tipp, den ich geben kann ist, das Training auf langfristige Erfolge aufzubauen. Viele sind zu ungeduldig oder trainieren ihren Körper aus einer Laune heraus kaputt. Die Quittung kriegt man erst später dafür. Ich persönlich halte nicht viel von übertriebenen Trainingsumfängen, sondern lege mehr Wert auf Qualität und Intensität. Meine Trainingsumfänge variieren zwischen 60-90km. Ich würde auch keinem empfehlen schon mit 20 Jahren Marathon zu laufen, viel besser ist es doch in jungen Jahren seine Schnelligkeit zu entwickeln, Marathon kann man immer noch laufen wenn man Ende 20 oder Anfang 30 ist. In Otterndorf traf ich den Opa einer vor 5 Jahren bekannten und erfolgreichen jungen Läuferin, deren Namen ich an dieser Stelle nicht nennen möchte, da es im Prinzip nichts zur Sache tut, um wen es sich handelt. Er erzählte mir, dass seine Enkelin mit 20,21,22 Jahren das Training maßlos übertrieben hätte, zu hohe Umfänge für Marathon trainiert hatte und letztendlich irgendwann nicht mehr an ihre Zeiten anschließen konnte. Sie ist mal zwei gute Marathons gelaufen und danach hat man nichts mehr von ihr gehört, was wirklich schade ist.

 

Ich persönlich habe 2014 meinen Trainingsumfang zu schnell gesteigert und habe damit wenig Erfolg gehabt: Ich habe mich kaum verbessert, weil mein Körper sich nie von den Trainingeinheiten erholen konnte und immer nur versucht hat das viele Training zu kompensieren. Besser wurde ich erst, als ich nach Monaten mal eine Saisonpause von 2 Wochen eingelegt habe. Danach habe ich mein Training wieder selbst in die Hand genommen und auf einmal wurde ich schneller. Wer also langfristig beim Laufen Erfolg haben will, braucht Geduld, auf biegen und brechen erzielt man sehr erfolgreich kurzfristige Erfolge- die miteinhergehende Verletzung bekommt man aber gratis obendrauf!

 

2. Trainingspartner

Mit einem Trainingspartner zu trainieren bringt nicht nur unheimlich viel Spaß, sondern kann auch ungeahnte Kräfte freisetzen! Wenn ich mit Pascal trainiere, dann kann ich gewissermaßen im Training schon sehr gut "überziehen". Das heißt, dass meine Tempoeinheiten schneller werden, als ich sie alleine machen könnte. Das zieht natürlich mit sich, dass ich langfristig für mein Training Entlastungsphasen mit einplanen muss. Es gibt in meinen Augen keine effektivere Variante als im Training mal völlig an seine Geschwindigkeitzsgrenze zu kommen (hallo, Laktat!) und dann am nächsten Tag einen Regenerationstag einzulegen. 2-3 Tage später läuft dann das Training bei mir richtig fluffig! So eine hohe Effektivität im Training erlangt man natürlich nur, wenn man einen Trainingspartner hat der a) deutlich schneller ist als man selbst und b) auch die Bereitschaft aufbringt zu pausieren. Jemanden, der jeden Tag laufen will, dem würde ich ein "überziehen" nicht empfehlen, weil es sehr schnell zu Verletzungen führen kann.

Ebenso effektiv kann es sein, einen Trainingspartner haben, der deutlich langsamer ist als man selbst. Mir persönlich fällt es schwer im Training langsamer als 4:25 pro Kilometer zu laufen, jedoch hilft es mir in Phasen in denen ich mehr Kilometer laufen möchte, einen langsamen Trainingpartner als "natürliche Bremse" zu haben, dann geht das langsame Laufen nämlich wie von selbst!

 

3.Mit Köpfchen trainieren und auf den Körper hören

Das heißt für mich: Von Tag zu Tag planen, aber vorausschauend denken. Ich halte mittlerweile nicht mehr viel von Trainingplänen, sondern meistens entscheidet mein Gefühl, welche Laufeinheit meinem Körper heute guttun würde. Es ist schon passiert, dass ich an einem Tag, an dem ich nur einen ruhigen Dauerlauf geplant habe, eine sehr gute Tempoeinheit bei herausgesprungen ist, weil meine Tagesform einfach super war. Warum das nicht nutzen? Genauso kann es auch andersherum sein, dass man etwas schnelles machen will, der Körper aber einfach nicht mitspielt. Dann quäle ich mich auch ganz sicher nicht durch so eine Einheit durch. Ich trainiere auch grundsätzlich nicht bei Krankheit; Wettkämpfe laufe ich dann auf gar keinen Fall.

 

4. Das Laufen nicht überbewerten

Viele Leute stressen sich viel zu sehr mit ihrem Trainingsplan, dadurch werden unendlich viele Freiheiten genommen. Wenn ich im Urlaub bin, dann habe ich keine Lust mich auf die Suche nach einer geeigenten Laufbahn in der Umgebung zu machen nur, weil auf meinem Plan eine Bahneinheit steht. Irgendeinen Pfad, der sich für Tempoeinheiten anbietet, lässt sich immer finden. Desweiteren ist es kein Weltuntergang, wenn man mal an einem Tag eine Laufeinheit komplett ausfallen lassen muss, weil es zeitlich nicht in den Plan passt. Wer langfrsitig denkt, weiß sowieso, dass ein Regenerationstag auch mal gut sein kann um das komplette Skelett- und Muskelsystem zu entlasten.

Das Schöne ist, wenn man die Dinge mal etwas entspannter sieht, hat man auch mehr Möglichkeiten sich mit anderen Leuten zum Laufen zu verabreden, auch wenn diese viel langsamer sind und es doch eigentlich nicht in den Plan passt. Desweiteren muss man auch nicht meinen, dass man Tempoeinheiten nachholen muss, wenn es mal nicht so lief, den meistens ist dies ein Zeichen dafür, dass der Körper sowieso gerade damit beschäftigt ist sich von den vorangegangenden Einheiten zu erholen.

 

5. Den Spaß bei der Sache behalten

Meine besten Zeiten bin ich meistens gelaufen, wenn ich nicht viel erwartet habe. Beim Laufen neige ich ab und zu dazu, mich selbst zu überraschen, was Bestzeiten angeht. Jedoch bin ich auch schon manchmal unfassbar schlecht gelaufen, wenn ich mir selbst zu viel Druck gemacht habe! Mein persönliches Fazit ist also: Bestzeiten kann man nur bedingt planen, man kann zwar das Training darauf auslegen, aber wenn man nun mal sehr schlechte Rahmenbedingungen am Wettkampftag hat, dann kann man noch so gut vorbereitet sein, das Wetter macht einen Strich durch die Rechnung (Stichwort: Boston Marathon 2018!).

Bei manchen Leuten frage ich mich, ob sie wirklich noch laufen, weil es ihnen Spaß bringt oder ob sie nur verbissen irgendwelchen Zeiten hinterherjagen (und damit auch jegliche Formen von Verletzungen in Kauf nehmen). Es gibt Tage, da ziehe ich meine Uhr aus, gehe laufen und erfreue mich daran, dass die Natur endlich wieder anfängt in voller Pracht zu stehen, als irgendwelche tollen Schnitte bei Instagram hochzuladen.

 

Keine Halbmarathon DM, dafür aber eine nette Überraschung!

Genau vor einem Jahr habe ich einen Blogartikel der etwas anderen Art auf meiner Homepage verfasst. Wie es das (Läufer)Schicksal so will, ist es fast Ostern und ich begegne beim Laufen Sven von der Fairybox...

Im Grunde sind wir ja auch schon zu alt für die Ostereier-Sucherei und stattdessen bin ich zum zweiten Mal in den Genuss gekommen, die Fairybox testen zu dürfen. Zu meinem Glück ist Sven Läufer, der immer wieder seinen Weg nach Glücksburg findet und ich treffe ihn vorzugsweise kurz vor Ostern auf der Laufstrecke. So auch dieses Jahr, wo er mich vor meiner Wohnungstür ansprach, während ich auf meine liebe Nachbarin wartete, um eine gemeinsame Runde zu drehen.  

Die Fairybox ist eine Box, die verschiede Naturkosmetikprodukte enthält. Jede Box ist neu zusammengestellt und das Schönste daran ist, dass alle Sachen frei von Tierversuchen sind. Somit ist es immer wieder eine Überraschung, was in der nächsten Box enthalten ist. Bei der Aprilbox könnte man meinen, dass die Produkte genau auf mich zugeschnitten wurden, was natürlich nicht der Fall ist. Bereits letztes Jahr hatte die Box ein paar Highlights von denen ich jetzt noch zerre, weil ich es einfach zu schade finde, diese Sachen schnell und ohne Wertschätzung aufzubrauchen. Aber das ist eine ganz andere Geschichte :-)

Ich weiß gar nicht welches Produkt mir dieses Mal am besten gefallen hat, aber ein Retter in der Not war sicherlich der "Rose Balm". Blöderweise habe ich mir an der Uni beim Schwimmkurs (aufgrund von Bewegungsmangel und langem Herumstehen) eine dicke Erkältung aufgesackt. Die Osterfeiertage habe ich somit auf dem Sofa verbracht. Vom vielen Geschniefe wird die Haut immer so spröde, was mir dieses Mal wirklich erspart geblieben ist. Folglich sah ich schonmal nicht ganz so erkältet aus, wie sonst!

Leider ist die Erkältung auch der Grund warum ich bei der Halbmarathon DM in Hannover nicht an den Start gehen werde. Ich werde zwar bis dahin wieder vollständig auskuriert sein, aber noch lange nicht so fit, um einen guten Halbmarathon zu laufen. Die DM und ich, das soll wohl irgendwie immer nicht sein. Aber auch das ist eine andere Geschichte.

Ich bin absoluter Kokosnussfan und erfreue mich an allem aus dieser Frucht. In der Box enthalten war dieses Mal ein Peelling aus Bambus und Kokosschalen, ein purer Genuss! Ich bin jetzt schon begeistert und das ist wieder ein Produkt mit dem Prädikat "eigentlich zu gut, um so schnell aufzubrauchen".  Ansonsten benutze ich solche Peelings eigentlich so gut wie nie, weil ich Chemie in meinem Gesicht bzw. an meinem Körper hasse, außerdem neige ich schnell zu allergischen Reaktionen, weshalb ich Marken wie Nivea und Co. gar nicht vertrage. Ein weiteres Produkt in der Box ist die "Creams of stone age" Handcreme, die leicht erdig riecht, aber auf eine sehr angenehme Art und Weise. Ausgewiesen ist diese als Paleo Handcreme. Es sind also nur Zutaten enthalten, die schon damals in der Steinzeit verwendet wurden.

Weitere Produkte aus der Box sind ein Mascara in Steel grey und eine Nagellack Base, wobei ich sagen muss, dass ich nur sehr selten Nagellack trage, da ich es natürlich am schönsten finde und abgeblätteter Nagellack auch schnell ungepflegt aussieht. Ich glaube jedoch, dass sich viele Frauen an so einem Produkt erfreuen werden. Gerade herkömmlicher Nagellack stinkt fürchterlich nach Chemie.

 

Was noch folgt....

Nun schaue ich läuferisch gesehen nach vorne und werde das warme Wetter in Hannover als Zuschauerin genießen. Kommendes Wochenende geht es nach Korschenbroich, wo ich dann auf ungewohnter Strecke an den Start gehen werde. Die Frauen laufen dort 5km auf der Straße, worauf ich auch schon seit einiger Zeit richtig Lust habe. Ich hoffe einfach mal, dass ich eine Laufpause von 7 Tagen nicht ganz so extrem merken werde und trotzdem noch eine schnelle Zeit rennen kann. Wer weiß wozu so eine kleine Laufpause manchmal gut ist und somit kann ich im April im Training nochmal richtig Gas geben, was nach der Halbmarathon DM nicht der Fall gewesen wäre. Denn was könnte schöner sein, als in der Frühlingssonne zu laufen und zu beobachten, wie sich die Natur langsam immer mehr entfaltet?

 

An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an die Fairybox !

20 Grad mehr

...waren es am Sonntag beim Lauf "Rund um das Bayer-Kreuz" in Leverkusen. Für meinen Geschmack fast 10 Grad zu viel, wenn man bedenkt, dass ich in der Vorbereitung die ganze Woche über bei -7 bis -11 Grad (in Hamburg) gelaufen bin.

Nichtsahnend durch das Schneechaos

Seit Mittwochabend bahnte sich schon ein Schneechaos in Flensburg und Umgebung an. Nichts ahnend, und das Handy noch unwissendlich im Flugmodus geschaltet, begab ich mich am Donnerstagmorgen um 7:30h in meine Laufklamotten, um die Morgenluft zu genießen.... aber hey, warum schreibt mir denn eigentlich niemand? Sonst habe ich morgens mindestens schon zwei Nachrichten auf dem Handy und dieses Mal lief ich ein wenig irritiert und ohne einen blassen Schimmer, was noch folgen würde, los. Die Autos fuhren vorsichtig, da es nicht wenig geschneit hatte, aber die Hauptwege waren auch okay zum Laufen, so dass meine Laufrunde nicht besonders spannend war, aber sie erfüllte ihren Zweck.

Zuhause angekommen bemerkte ich, dass sich mein Handy noch im Offline Modus befand und kaum stellte ich es um auf online, schon kamen gefühlte 1000 Nachrichten. "Schulfrei", schneefrei", "sauglatt" "bloß nicht wegfahren" und besorgte Nachrichten meiner Mutter, warum ich nicht antwortete waren das Resultat aus der Aktion. Okay, Flensburg hatte es um einiges härter getroffen als Glücksburg. Dort war es im Vergleich noch harmlos und kein Grund zur Sorge.

Ich war bloß laufen und irgendwie hatte ich das Ausmaß aller Dinge nicht ganz wahrgenommen. Das passiert also, wenn man sich mal an einem frühen Morgen von der Welt und jeglichen Medien (ausversehen) abschottet :-)  Fast war ich neidisch auf die Schüler und auf das Gefühl, wenn man erfährt, dass man schneefrei hat.

Mein Lauf am Freitag morgen fand zusammen mit Pascal in Hamburg statt und war nicht weniger kalt (-11 Grad) nur mit kaum Schnee. Wäre ich in Glücksburg geblieben, wäre es definitiv Zeit gewesen meine Langlaufskier mal wieder hervorzukramen! Irgendwie auch schade.

Anschließend packten wir unsere sieben Sachen, um in Richtung Düsseldorf aufzubrechen, wo wir auch übernachteten. Ein Zimmer Richtung Hauptverkehrsstraße von Düsseldorf, das hat man doch gerne zwei Tage vor einem Lauf. Hilfe, wie soll ich da schlafen mit - kurioserweise- nur einem Ohropax in der Kulturtasche? Irgendwie überstanden wir die beiden Nächte.

 

Die Beiden aus der zweiten oder dritten Reihe

Der Sonntag wurde warm. Noch völlig begeistert von dem 6-Pfoten-Lauf holten wir unsere Starunterlagen. Die Sonne war noch nicht da. Die Temperaturen stiegen auf 8 Grad. Beim Einlaufen wurde es langsam wärmer und die Sonne ließ sich ab und zu mal blicken. Pünktlich zum Start hatten wir dann volle Sonne. An der Startlinie wurde es dann nochmal herrlich witzig. Das ist eigentlich nix ungewöhliches, wenn man auf Victoria aus Berlin trifft. Sie ist so ein Sonnenschein und wenn man etwas Zeit mit ihr verbringt, dann muss man einfach gute Laune kriegen! Der Moderator stellte ein paar Athleten vor. Victoria und ich standen in der zweiten oder vielleicht auch dritten Reihe und tauschten uns darüber aus, wie unangenehm das ist, nach vorne zu kommen, wenn der Moderator einen vorstellt. Wir hatten ja beide keine Ahnung, dass wir die Nächsten sein würden, die er aufruft. Vici als Vorjahres-Zweite und ich als weitgereiste Athletin aus Flensburg. Okay, einmal Hand heben reicht ja wohl, wir würden uns jetzt nicht aus den hinteren Reihen an die Front drängen um "Hallo" zu sagen :-

20 Grad Temperaturunterschied und der Kampf um Platz 3

Die Temperaturen stiegen an, mit meiner Kleiderwahl lag ich voll daneben und das Bedürfnis kam mir während des Laufens einfach das Shirt vom Leib zu reißen. Das waren gut 20 Grad mehr, als an den Tagen davor. Mein Körper ist immer sehr sensibel, was Wetterumschwünge angeht und ich brauche immer ein paar Wochen, um mich zu aklimatisieren. Irgendwie würde ich das schon überstehen. Katharina und Denise hatten schon nach kurzer Zeit einen guten Vorsprung, so dass ich mit Victoria um Platz 3 kämpfte. Die ersten 5km sind wir noch recht flott unterwegs gewesen und auf der zweiten Hälfte sind wir beide kontinuierlich langsamer geworden. Ich merkte, dass sie genauso Probleme hatte wie ich das Tempo hoch zu halten. Irgendwann bei 7km konnte ich mich dann absetzen und mich noch auf Platz 3 retten. Zeitlich (35:42 min) hatte ich im Vorwege ein wenig mehr erwartet, bin aber glücklich über meine Platzierung! Man kann eben nicht immer alles kriegen, was man sich vornimmt und somit hat sich die Reise nach Leverkusen trotzdem voll und ganz gelohnt. Noch schöner war es, dass der Moderator ein gebürtiger Schleswiger ist und Pascal und mich besonders herzlich in Empfang nahm! Nochmal ein dickes Danke dafür!

 

Die Fotos stammen von Achim Fuchshuber.

Es schneit.

Drelsdorf, Sonntag, 4. Februar, 9:00h- es schneit. Startnummer abholen, Sachen in der Sporthalle ablegen, kurz quatschen- es schneit. 9:25 h, noch 35 Minuten bis zum Start es wird Zeit zum Einlaufen- es war nicht angesagt, aber- es schneit. Das Einlaufen ist überschattet von Gedanken, dass es heute schwierig werden könnte. Streckencheck. Es liegt ab Kilometer 1 Schneematsch. Es ist rutschig und wir haben Gegenwind. Es schneit noch immer. Ich kann kaum sehen, als der Wind mir die Schneeflocken gegen das Gesicht pustet. 9:45 h, es wird Zeit sich in die Wettkampfmontur zu schlüpfen, ein Blick nach außen zum Himmel empor- es schneit, sogar wie verrückt. Und nun?

Langsam höre ich die ersten Leute um mich herum sagen, dass heute kein Wetter für schnelle Zeiten sein würde. Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht. Ich habe mich die letzten 2 Wochen auf diesen Lauf vor- allem mental- vorbereitet und ich bin hier heute nicht hergekommen um einen Tempodauerlauf zu machen. Punkt. Jetzt aufzugeben wegen Schnee wäre mehr als enttäuschend und irgendwas ist ja bekanntlich immer. Ich mag den Winter und Schnee macht mir nichts aus. Irgendwas muss man sich ja einreden. Sowas ist mir lieber als jeder schwül-warme 25 Grad Tag im Sommer.

9:55 h, es sind noch genau 5 Minuten bis zum Start. Raus aus der Halle und ab ins Schneegestöber. Es dauert keine 5 Minuten  ehe die Schneeflocken sich in Schneegriesel verdünnisieren. Freude. 10h- der Startschuss fällt. Der Prolog ist gut zu laufen, die Strecke ist frei. Bekanntlich kommt Hochmut ja vor dem Fall. Das Bergabstück bei Kilometer 1-3 ist zugeschneit und rutschig. Der Gegenwind ist hart. Pascal ist bei mir und tut sein Bestes mir den Gegenwind zu nehmen. Hinter mir hat sich ebenfalls ein Mann in meinen Windschatten geworfen. Nach 4 Kilometern fühle ich mich bereits nicht mehr frisch. Vielleicht habe ich mir für heute eine Nummer zu viel vorgenommen. Immer diese bösen Gedanken. Nein, heute ist mein Tag und ich liebe Schnee. Sage ich mir immer und immer wieder.

Die zweite Runde bricht an. Zwei von vier. Der Schneematsch auf der Strecke ist abgetaut, die Strecke wird zunehmend besser laufbar. Wenn nicht jetzt, wann dann? Pascal findet immer wieder motivierende Worte. Am Ende der Runde macht er einen kleinen Antritt- zu schnell. Jetzt am Berg zu pushen nach 11 Kilometern wäre fatal. In der Ruhe liegt die Kraft. Wir passierten die 10 Kilometer nach 36 Minuten. Voll im Plan. Jetzt bin ich schon so weit gekommen, nun ziehe ich auch durch. Ich will den Streckenrekord. Mindestens. Mein Ziel Sub77 Minuten zu laufen, habe ich erstmal nicht so weit herumposaunt.

10:54 h- wir passieren die 15 km Marke. Jetzt nur noch eine Runde. "Genieße es, die nächsten 7 Tage wirst du gar nicht laufen dürfen", sagt mir Pascal.  Ja, verdammt. "Stelle dir mal vor, ..." Moment mal, wir haben einen Mitläufer und ich kann mir gerade gar nichts mehr vorstellen! Netter Versuch :-)

Ich schaue auf die Uhr. 19 Kilometer, das Ziel rückt näher. Ich beginne zu rechnen. Ja, wir sind gut im Kurs. Mein Bauch beginnt sich zu verkrampfen. Zähne zusammenbeißen.

11:16 h und 25 Sekunden. Ich bin Im Ziel.  Abgekämpft und total erschöpft durch den Gegenwind, aber ich habe es geschafft. Pascal hat einen hervorragenden Job gemacht. Intuitiv. Später wird er mir gestehen, dass er vergessen hatte, welchen Schnitt er für mich laufen sollte. Gut, wenn man sich auch ohne Worte versteht. "Ich habe mich nur davor geschmissen, laufen musstest du das alleine".


Meine Trainingspartnerin und Nachbarin Ute lief ebenfalls zu einer neuen Bestzeit in 1:24h und Pascal konnte trotz Tempomachertätigkeiten immer noch den ersten Platz der Gesamtwertung halten! Ich persönlich werde meinem Körper nun eine verdiente Ruhephase gönnen. Das heißt dann ca. 7 Tage nicht laufen, aber ein bisschen spazieren gehen schwimmen und Yoga. Wir erkennen viel zu wenig an, was der Körper tagtäglich für uns leistet. Immer wieder draufhauen, das brauche ich nicht und das will ich nicht.

Bedanken möchte ich mich bei meinen Sponsoren cha cha- positive Eating, Bioland Söth und Pharma Nord. Insbesondere beim Gewinnspiel von Pharma Nord haben viele Leute ihren Tipp abgegeben. Wer das Interview mit mir zum Thema Nahrungsergänzungmittel und meine kommenden Ziele erfahren will kann das nochmal  hier nochmal nachlesen.

 

Die Bilder stammen von Tim Sommer und Helga Tollknäpper.

#eiskaltdurchgezogen

Saukalt- das war das Motto des gestrigen Laufs in Drelsdorf. Die Wetteraussichten waren prima: sonnig, kein Wind und eventuell ein wenig glatt. Wie sich herausstellen sollte war die Prognose -eiskalt- falsch vorhergesagt. Man kann nicht immer Glück haben mit dem Wetter.

Ich habe den 2. Lauf der Drelsdorfer Winterlaufserie bereits sehr ersehnt. Das Training zwischendrin war ok, aber bis auf eine sehr gute Tempoeinheit über den Bremsberg (2x 2,5km Vollgas bergauf bzw. bergab) habe ich gefühlt keine Berge mehr versetzen können im Training- aber das ist okay und völlig normal, wenn man im Wettkampf am Wochenende alles aus sich herausgeholt hat. Somit habe ich mich in einen halben Schongang versetzt- ich will mich nicht übertrainieren und die Läufe in Drelsdorf sind Trainingsreize genug!

Mit 50 km/h nach Drelsdorf : Hilfe, wir sehen nix mehr!

Am Samstag Abend luden wir Tim und Ute in unsere Wohnung ein zum gemeinsamen Essen (es gab unser Wettkampfessen). Wir hatten einen wundervollen Abend mit dem Fazit: Morgen wird das Wetter optimal zum Laufen! Dachten wir ehrlich. Aber am nächsten Tag belehrte uns der Wettergott des Besseren, als wir voll mit Motivation im Gepäck (und schnellen Nikes) in Drelsdorf gemeinsam mit Ute anreisten. So dichter Nebel? Der geht noch weg, davon war zumindest ich überzeugt! Eines vorweg: Er ging natürlich nicht weg. Als ich irgendwann mal zu Pascal meinte, ich hasse es, wenn man eine Laufstrecke schon vorher kilometerweit einsehen kann, hat der Wettergott wohl ein offenes Ohr gehabt....aber dass man nur noch 50m der Laufstrecke sehen kann, so war das nicht von mir gemeint :-) Naja, egal. Man kann ja auch  nicht immer Idealbedingungen erwarten und dann war mir sowas lieber als ein 30 Grad Sommertag.

Es lief schon mal fluffiger...

Beim Einlaufen merkten wir, dass die Strecke stellenweise etwas rutschig war, insbesondere in den Kurven war vorsicht geboten, aber ansonsten war die Strecke ganz gut laufbar. Das macht die Organisation in Drelsdorf immer hervorragend. 

Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit war das Laufen deutlich weniger fluffig als beim 10km Rennen. Das soll nicht bedeuten, dass ich mich beschweren will, meine Zeit hat mich mehr als zufriedengestellt. Aber ich musste richtig hart für die Zeit kämpfen und mich immer wieder selbst motivieren. Meine Hände sind auf den ersten 3 Kilometern sowas von abgefroren (die ersten 3 km war Gegenwind, bzw. Seitenwind) und mein Körper hat es erst geschafft beim Rückenwindabschnitt die Hände warm zu bekommen. Als ich mich auf der letzten Runde auf der Strecke alleine wiederfand meldete sich der Kopf. "Hey, warum so schnell heute? Man muss doch nicht immer alles geben." Immer dieses Kopfkino! Ich wollte aber auch nicht, dass die Jungs mich wieder kriegen, die ich mühsam auf der Strecke nach und nach eingesammelt habe.

Am Ende habe ich wirklich alles gegeben um mich für den Halben in 2 Wochen realistisch einschätzen zu können. Ich denke, dass ich mit 53:36 min mehr als zufrieden sein kann, denn damit konnte ich sogar den Streckenrekord um fast genau eine Minute verbessern, dieser stand bei 54:40 schon seit 1990. Das macht mich auf jeden Fall ein bisschen stolz! Nun blicke ich gespannt und optimistisch auf den Halbmarathon, wo mich Pascal unterstützen wird! Wie schnell es werden wird? Ich denke das ist abhängig von den Bedingungen und vom Kopf. Ich würde mich auf jeden Fall freuen, ebenfalls den Streckenrekord zu rennen. Ob das klappt? Ich halte euch auf dem Laufenden!

Drelsdorf 10km

Selten bin ich so motiviert in ein Rennen gegangen wie dieses Jahr bei dem Start der Winterlaufserie in Drelsdorf. Zum Einen wurde ich letztes Jahr verletzungsbedingt ausgebremst, was bei mir insbesondere im Winter schwer zu verkraften ist, und zum Anderen habe ich seit Dezember qualitativ richtig gut trainieren können. Die guten Wetteraussichten haben dann ihr übriges getan und waren das Sahnehäubchen für einen mehr als perfekten Einstieg in die Saison 2018!

Nun ist das Rennen seit heute auch schon wieder 7 Tage her und ich komme endlich mal dazu etwas über das Rennen zu schreiben. Wo also beginnen? Wir - das sind Pascal, Ute und ich, sind am Sonntag in der Früh gemeinsam nach Drelsdorf gefahren mit dem Ziel die aktuelle Form über 10km zu testen. Mein Plan war es meine PB zu schlagen, am besten natürlich mit einer Zeit unter 36 Minuten. Wie bereits erwähnt stimmten alle äußerlichen Bedingungen perfekt. Außerdem war mein Training im Dezember auch sehr gut. Ich habe zwei 90km Wochen kombiniert mit zwei 70km Wochen, wobei ich dort den Fokus stark auf Tempotraining gelegt habe. Meine Topeinheit war 4x1000m gesteigert von 3:15-3:09 mit 2 Minuten Pause zwischen den Intervallen (nicht auf der Bahn, sondern auf einer welligen Straßenrunde). So eine Art von Training schlägt bei mir hervorragend an. Diese und andere ähnliche Einheiten haben mir ein gutes Selbstvertrauen für das anstehende Rennen gegeben. Ute war auch heiß auf eine neue PB (und auch längst überfällig :)) und Pascal kann mittlerweile den kalten Winterläufen auch etwas Gutes abgewinnen.

 

Der Kurs in Drelsdorf hat es teilweise echt in sich: gestartet wird im Karkenweg, von dort aus geht es erstmal ein kleines Stück bergab, dann wieder einiges bergauf und nach dem ersten Kilometer dann langgezogen bergab. Dieser Abschnitt ist ganz angenehm zu laufen und wer sich hier ausruht, der hat einges verschenkt. Die letzten beiden Kilometer muss das Ganze dann auch wieder bergauf gelaufen werden, wo man eigentlich vom Schnitt her nur verlieren kann. Den Kurs also optimal zu laufen ist das A und O!

Der erste Kilometer gestaltete sich mit 3:20 min/km schon recht gut, wobei ein schneller erster Kilometer bei mir auch keine Seltenheit ist! Der zweite Kilometer war jedoch mit 3:22 kaum langsamer, da es bergab ging und ich bergab auch gerne mal richtig durchpowere. Langsam lief ich auf Henrik Schwalbe auf, was mich zu dem Zeitpunkt noch selbst überraschte. Wenn ich da dran bleiben könnte, dann wäre das einfach nur richtig cool. Meine Beine meinten es jedoch gut mit mir an diesem Tag und ich zog irgendwann an ihm vorbei. Vielleicht hat er heute einen schlechten Tag, dachte ich mir. Nach vorne hatte sich männertechnisch das Feld leider schon sehr ausgedünnt. Nach einer Durchgangszeit bei 5km von 17:15 min überholte mich Tim Sommer, der ursprünglich eine ähnliche Rennplanung (Sub 36) hatte wie ich.  Ich konnte selbst kaum glauben was ich dort auf der Uhr sah. Ich verdoppelte die Zeit und war mehr als überrascht, dass ich so deutlich sogar unter Sub 35 Kurs war. Dafür fühlte ich mich noch richtig gut und es wuchs die Hoffnung auf der zweiten Runde, dass es tatsächlich eine solche Zeit werden konnte. Der Gedanke beflügelte mich nahezu und ich lief die folgenden beiden Kilometer nochmals in 3:29 bzw. 3:22. Tim war immer konstant etwas vor mir, so dass ich leider nicht Windschatten laufen konnte, somit war ich irgendwie auf mich alleine gestellt. Ich versuchte mich zu motivieren das Tempo hoch zu halten und am Berg nicht im meine Wohlfühlpace zu verfallen, was einfach super schwer ist wenn man alleine unterwegs ist. "Du bist schon so weit gekommen, verschenke nicht so viele Sekunden auf den letzten beiden Kilometern...". Die letzten beiden Kilometer waren dann 3:37 bzw. 3:35, was für das Streckenprofil wirklich alles war, was zum Ende noch ging.

Der eigentlich Plan war, dass Pascal mich ca. 700 m vor dem Ziel nochmal richtig bis ins Ziel anfeuert und mitläuft. Daraus wurde nur leider nix, da ich ihm erzählte, ich würde ca. 36 min brauchen :-) Pech gehabt. Somit kam er mir 200m vor dem Ziel entgegen und tat alles um mich zu pushen. Im Ziel fragte er mich  "was bist du gelaufen?". Er konnte es selbst gar nicht glauben, was die Anzeige zeigte und dachte mit der Anzeige stimmte irgendwas nicht. Mit 34:50min bin ich überglücklich und glaube, dass dieses Jahr läuferisch ein gutes werden wird. Ute kam in 38:50 nur 50 Sekunden hinter Karen Paysen ins Ziel, die widerrum Landesrekord in der W45 lief.  Pascal schrammte nur wenige Sekunden am Landesrekord der M35 vorbei.

 

Ich bin gespannt wie der 15km Lauf läuft und von da an werde ich weiter planen für den Halbmarathon. Mit mehr als 100 Höhenmeter wird das ein hartes Ding, aber von den Glücksburger Trainingseinheiten bin ich Hügel sehr gut gewohnt. Meine 10km Runde dort kommt auf über 80 Höhenmeter. Einige Steigungen haben es wirklich in sich, doch ich würde die nicht missen wollen. Bis dahin gutes Training!

Maßlosigkeit

Ich habe mir schon oft darüber Gedanken gemacht was eigentlich das richtige Maß im Training ist. Woran erkennt man, dass man dauerhaft genau das richtige Maß an Training trifft ohne, dass der Körper langfristig so unter Stress gerät, dass dieser irgendwann drohnt daran zu zerbrechen?

Klar ist auch, dass jeder sein individuelles Maß finden muss, aber Regeln für ein sinnvolles Training gibt es auf jeden Fall auch.

Insbesondere zu Weihnachten fällt auf, dass wir alle maßlos geworden sind. Nicht nur auf Geschenke bezogen, sondern im Prinzip kann man es auf viele Bereiche anwenden. Wenn man dann auch mal die Zeit findet sich Trainingsplänen aus den sozialen Netzwerken näher zu begutachten, dann fehlen mir manchmal einfach die Worte... Wie kann man seinen Körper nur so schänden? Mir geht es nicht um die absolute Weltspitze, wer dort angekommen ist: Bravo. Aber auch das geht nur mit maximalen Trainingsaufwand, viel Talent und der Bereitschaft seine körperliche Gesundheit für den Kick für den Augenblick zu verschenken. Diese Personen wollen einmal in einem (in ihrem Leben) absehbaren Zeitraum auf ihrem Zenit der maximalen körperlichen Leistungsfähigkeit stehen- um dann dem Leistungssport irgendwann für immer "lebe wohl" zu sagen. 

Was ist also das richtige Maß? Ich mache mir oft Gedanken darüber wie weit ich im Training gehen möchte, wie viele Kilometer ich rennen will ohne jemals die Option zu haben irgendwo bei Olympia oben stehen zu können. Das beschäftigt mich wirklich.Denn das ist nicht mein Ziel und dazu fehlt mir auch das nötige Talent. Ich will nicht mit 40 Jahren sagen müssen, dass ich es in meinen 20ern maßlos übertrieben habe. Ich will mich nicht ständig mit eigens hervorgerufenen Wehwehchen rumschlagen müssen.  

 

Eines jedoch will ich: Ich möchte mit Spaß den Sport betreiben, den ich liebe. Ich möchte mich nicht zwingen müssen, um erfolgreich zu sein. Ich nehme die Dinge so wie sie kommen und glaube daran, dass die Kontinuität im Training der Schlüssel zum Erfolg ist und nicht irgendein sinnfreies Körperschändenes 120 km pro Woche Programm, wo ich jetzt schon weiß, dass es früher oder später zum Bruch kommt.  Dafür höre ich mir auch gerne an, dass ich ja nicht viel im Training mache. Ja, 60-80 km mögen nicht viel sein. Zudem baue ich mir häufig nach harten Belastungen vollständige Regenerationstage ein, um den Körper vor Überlastungsschäden zu schützen. Heutzutage ist es fast schon eine Kunst sich nicht mit anderen zu vergleichen ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, dass man sich im Training wahrscheinlich UNTERLASTET hat. Irgendwer hat an dem Tag immer schneller oder länger trainiert.

 

Aber die Frage ist immer, mit wem vergleiche ich mich? Eines könnt ihr glauben: Auch ich habe Ambitionen :) Diese lassen sich aber nicht mit den Ambitionen eines Profisportlers vergleichen. Würde ich so trainieren, dann wäre es ja traurig wie weit ich damit gekommen wäre- es ist also alles eine Frage der Perspektive.

Natürlich kann man jetzt auch denken, dass wenn alle so denken würden, dann hätten wir keine guten Sportler. Ja, das stimmt. Aber man sollte auch die Fähigkeit zur Selbstreflexion besitzen, um sich realistsich einschätzen zu können.

Schaue ich- ab und zu- nach links und rechts dann merke ich, dass meine Trainingsumfänge wohl im Vergleich eher als amateurhaft abzustempeln sind. Schaue ich dann aber noch weiter, dann sehe ich auch, dass es anscheinend durchaus seine Berechtigung hat.  Was will ich erreichen? Will ich schnell eine große Leistungssteigerung nur um 2 Jahre später ausgebrannt zu sein oder will ich mich langsam und langfristig entwickeln? Die Entscheidung sei wohl jedem selbst überlassen. Schaue ich in die sozialen Medien, dann weiß ich, dass sich die Mehrheit für Option 1 entschieden hat.

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Training!

Rasanter Einstieg in Riva del Garda

Womit fange ich an? Ich möchte euch nach langer Zeit mal wieder etwas aktuelles berichten, nachdem ich die letzten Wochen nicht so viel Zeit zum schreiben hatte und auch auf sportlicher Ebene eher nicht so viel los war. Im Moment verbringe ich meine Zeit teilweise in der Schule, was für mich bedeutet: sehr früh aufstehen! Mit sehr früh meine ich eher für meine Verhältnisse sehr sehr früh, wenn ich Pech habe um 5:30h! Das hat mein Körper die letzten Wochen extrem gemerkt, vor allem weil man mich nicht gerade als Einschlafkünstlerin bezeichnet könnte. Um 22 h ins Bett gehen ist mein Körper nicht gewöhnt, ideal empfinde ich eher 23:15h- 7h schlafen. Dass das Immunsystem dann anfällig wird, wenn man noch schön "drauf" trainiert, das musste ich dann leider pünktlich zu den Herbstferien feststellen. Dahin waren also meine Pläne einen richtig gut vorbereiteten Halbmarathon in Trentino zu rennen. Stattdessen entschied ich mich dazu die Erkältung auszukurieren und meine Saisonpause einzuleuten. Die Reise nach Trentino hatte ich dieses Jahr wieder gewonnen und ich wollte unbedingt mitfahren, wer weiß wie oft sich noch so eine Chance eröffnen würde? Ich erinnerte mich an letztes Jahr, die Strecke war ja auch traumhaft, die Luft so rein und klar, besser geht es doch zum laufen gar nicht. Mein Plan hieß dann also Tempodauerlauf anstatt Vollgas. Wie sehr ich mich doch irren sollte.

Am Freitag kamen wir sehr viel früher in Riva del Garda an, ca. um 17:30 Uhr, so dass Pascal und ich noch die Chancen nutzten unsere müden Beine bei einem kleinen Läufchen zu lockern. Man fühlte sich das schwer und träge an! Wir liefen teilweise die Laufstrecke von Sonntag ab, und waren uns beide einig: "Das sollen wir am Sonntag laufen? Ohjee, ist der Abschnitt am See lang! Und der Boden total uneben. Nein, das kann auf gar keinen Fall genau der Streckenabschnitt sein!" Eines vorweg: Wir hatten beide unrecht. Am Abend gab es noch ein leckeres Drei-Gänge-Menü und Niels Schumann stellte sich vor. Er war als Wochenend-Coach und Motivator angereist. Das hieß vor allem: Laufen, Lauf ABC und ein Vortrag über Leistungssport & Gesundheit. Wer Niels nicht kennt: Er ist ehemaliger Olympiasieger über 800m und gab uns interessante Einblicke in seine leistungssportliche Karriere, aber auch über sein Leben nach dem Sport. Er selbst rannte mit der Startnummer 1 am Sonntag beim Halbmarathon mit. Am Samstag startete der Tag mit einer Laufeinheit, gefolgt vom Lauf ABC und einer tollen Yogaeinheit, die seine Frau angeleitet hatte. Ich hatte echt Angst danach einen netten Muskelkater zu bekommen, was ich üblicherweise immer nach einer Yogaeinheit an der Uni habe und im Moment komme ich auch leider eher seltener dazu mich zum Yoga zu begeben, was ich sehr bedauere. Zum Glück blieb der Muskelkater aber aus! Puhh, nochmal Glück gehabt!

Am Sonntagmorgen war strahlend blauer Himmel und es war angenehm kühl. Die Minuten vor dem Start suchen in Deutschland ihres gleichen, die Italiener wissen echt wie man Stimmung macht! Zum Sound zu Pirates of the Caribbean wurden wir auf die Laufstrecke geschickt. Was für ein Adrenalinrausch. Leider wohl ein wenig zu hart, der erste Kilometer bergab gestaltete sich viel zu schnell in 3:24'. Oh jee. Was war nochmal mein Plan? Nächster Kilometer: Wo ist denn eigentlich die erste Frau? Ich suchte mit meinen Augen das Feld vor mir ab, musste dann aber feststellen, dass ich wohl die erste Frau war. Kilometer 3:29'. Langsam dachte ich, dass meine Uhr wohl spinnt. Auf einmal hörte ich ein leichtes Hecheln hinter mir. Klang für mich eindeutig nach einer Frau. Ich war erstmal damit beschäftigt mein Tempo etwas zu mäßigen, was mir dann auch etwas gelang. Nach drei Kilometern zog die Frau hinter mir langsam an mir vorbei. Das war ok. Ich wollte ja eigentlich kein Vollgas geben. Aber Moment mal, ich wollte auch nicht Platz um Platz verlieren! Dass ich heute nicht auf High-End Niveau laufen konnte,  war mir klar. Woher sollte es auch kommen? Ich bin die letzten fünf Wochen nicht einmal länger als 14km gelaufen, mit Ausnahme von letzten Donnerstag, wo ich mit Ute einen netten, lockeren 18km-Lauf durch Glücksburg gelaufen bin.
Auf jeden Fall war aber irgendwie der Kampfgeist geweckt und ich wollte meinen zweiten Platz nicht mehr hergeben. Somit entschloss ich mich, meinen Platz ins Ziel zu retten, wohl wissend, dass ich einen guten Vorsprung bereits herausgelaufen hatte, ich aber nach hinten hin garantiert langsamer werden würde. Leider war ich auch größtenteils auf mich alleine gestellt, was die ganze Sache härter gestaltete. Auf der anderen Seite ist es auch mal ganz gut nicht immer nur mit Tempomachern zu laufen, sondern auch mal zu zeigen, dass man sich auch sehr wohl alleine durchkämpfen kann! Am Ende lief ich, muskulär ziemlich zerstört durch die vielen Hügel, mit einer 1:20:15h ins Ziel, was viel mehr ist, als ich mir selbst zugetraut hätte! Meinen zweiten Platz konnte ich halten und bin darüber hinaus Sportscheck Stadtlauf Meisterin 2017 geworden!
Nun sitze ich im Zug auf der Rückfahrt, meine Beine tun immer noch weh wie lange nicht mehr, aber ich bin glücklich! Ich hoffe, dass es die richtige Entscheidung gewesen ist, schon so früh nach der Pause, so schnell zu laufen.

 

Ein großer Dank geht an Sportscheck, Pharma Nord (die NEM haben mir bei der Genesung sehr geholfen) und natürlich an unser absolutes Lieblingsrestaurant cha cha- positive eating! Bevor es zum Gardasee ging haben wir uns dort vorzüglich gestärkt. Die Winter-Special-Karte ist übrigens der absolute Oberkracher!

Photo Credits:

Newspower, http://www.ildolomiti.it/sport/2017/seimila-concorrenti-messi-in-fila-dal-keniota-tiongik-e-dalla-lituana-juodeskaite

Video Impressionen 2017

Ein hammer Lauf im Hammer Park mit 10.000m PB!

Gestern Abend ging es gemeinsam mit Pascal zum Hammer Park Stadion. Der Plan war ein schnelles 10.000m Rennen, vor dem ich ehrlich gesagt, super viel Respekt hatte. 25 Runden auf der Bahn drehen können schon ganz schön zur Kopfsache werden :-) Zudem hatte ich an mein erstes 10.000m Bahnrennen 2013 keine guten Erinnerungen, da es für meine Verhältnisse an dem Tag viel zu heiß gewesen ist...

Der Lauf, veranstaltet von Hamburg Running, sollte anders werden- Start für die Frauen Elite war 20 Uhr und das Wetter war mit 15 Grad und kaum Wind mehr als ideal. Wann bekommt man schon im Hochsommer solche Bedingungen? Zu meinem Glück durfte Pascal sich spontan in das Elite Rennen als Pacemaker "einbuchen" und sorgte für eine unglaublich konstante Pace. Wir liefen die Runden immer zwischen 1:25min und 1:27min und konnten sogar einen negativen Split laufen! Ich bin übrigens noch nie in meinem Leben ein Rennen verhältnismäßig so langsam angegangen (3:38 min/km), dennoch und vielleicht genau deswegen habe ich noch nie so ein gleichmäßiges Rennen gehabt und bin dankbar so unterstützt worden zu sein! Auch die Trainer, Athleten und Zuschauer an der Seite waren Spitze, indem sie Runde für Runde motivierende Worte gefunden haben. Am Ende blieb die Uhr bei 35:52 min (3:35')  stehen- was für mich das erste Mal Sub 36 bedeutet! Wer mehr Eindrücke von der grandiosen Veranstaltung einfangen möchte:

Das unten stehende Video von Larasch zeigt die besten Impressionen des Tages!

Danke an Hamburg Running für das Bild und larasch.de für das Video!

Sportscheck Lauf Hamburg- Atemlos durch die Nacht?

Der Sportscheck Nachtlauf gehört zwar eher zu den Veranstaltungen, die sich als "eher kommerziell" abstempeln lassen, dennoch hat der Nachtlauf seinen Reiz, den man nicht verleugnen kann. So stehe ich dann doch jedes Jahr wieder an der Startlinie und bereut habe ich es bisher kein bisschen!

Wie fühlt es sich an, um 22h zu laufen? Normalerweise bin ich dann fast schon im Sleeping Modus und voll aufdrehen ist dann ziemlich ungewohnt. Letztes Jahr konnte ich mein Ziel umsetzen, eine für mich richtig schnelle Zeit um die Alster zu rennen. Also muss die Uhrzeit ja nicht ganz so schlecht zum laufen sein? In 26:55min wurde ich Zweite hinter Isabell, die in 26:00min gewann. Die äußeren Bedingungen waren aber auch nahezu ideal, was man dieses Jahr nicht ganz behaupten konnte.  Dieses Jahr wusste ich, dass es aussichtsreich war, den Lauf zu gewinnen, worauf ich auch spekulierte. Ich habe dieses Jahr den Lauf aus dem Training heraus gemacht, wobei ich mich letztes Jahr schon im Training vorher etwas mehr geschont hatte. Es war aber Katharina Nüser gemeldet, die insbesondere auf den kürzeren Distanzen rasant ist und mich auch schonmal über 5000m auf der Bahn im Spurt gut abgehängt hat. Letztendlich sind wir ziemlich genau 6km im Gleichschritt und gegen die Windböen gelaufen, die wirklich nicht zu verachten waren. Meine Beine waren auch nicht ganz so frisch, aber die Atmung recht ok.

It's now or never!

1,5km vorm Ziel hieß es dann also: Zähne zusammenbeißen und alleine gegen den Wind Abstand gewinnen! Ich wollte unbedingt den Lauf gewinnen, hätte Kathi einen Sieg natürlich auch sehr gegönnt, da sie eine sehr sympathische und faire Läuferin ist. Im sportlichen Wettkampf kann dann aber leider nur eine gewinnen und die Motivation nicht locker zu lassen war auf jeden Fall groß! Es ist auch toll tatsächlich mal gegen eine andere Frau zu laufen.

Schlaflos in Hamburg

Den Zieleinlauf habe ich dann einfach nur genoßen und meine Freude, den Nachtlauf in Hamburg zu gewinnen, war groß! Oliver Farys hat meine Emotionen im Ziel perfekt eingefangen und durch ein Zielbanner zu rennen ist auch immer wieder ein Highlight, weil es das in Schleswig- Holstein eigentlich fast gar nicht gibt! Der Ausflug am Freitag Abend nach Hamburg hat sich also definitiv gelohnt, auch wenn es immer ein langer Abend ist! Leider ist die Nacht dann auch nicht so erholsam, weil der Körper immer noch viel zu aufgedreht ist zum Schlafen (am nächsten Tag fühlte ich mich tatsächlich ein wenig "angeschossen"). Dies ist übrigens auch der Grund, warum ich Tempoeinheiten lieber auf morgens bzw. mittags verlege, weil ich sonst keine regenerative Nacht mehr habe!  Vom Biorythmus kann ich allerdings am besten Abends laufen, weshalb der Nachtlauf immer eine willkommende Abwechselung darstellt (und mir garantiert eine schlaflose Nacht beschert)!

 

Foto von Oliver Farys

1. Flensburg liebt dich Marathon: Eine gigantische Premiere mit Herz

Nun ist es schon eine Woche her: Der  1. Flensburg liebt dich Marathon. Mein Highlight, mein Heimspiel und der Lauf, auf den ich so lange gewartet habe...

Ich konnte es einfach nicht verstehen, warum eine so tolle Stadt wie Flensburg keine Laufveranstaltung mehr hat. Zugegeben: Ich wollte auch einfach mal total gerne durch die Einkaufsstraße flitzen :) Immerhin bin ich bei H&M schonmal blöd vom Türsteher verfolgt worden, da ich offenbar zu schnellen Schrittes den Laden verlassen habe. Nach diesem Malheur gab es dann auch dort keinen Türsteher mehr und ich versuche seither gemäßigter über den Holm zu gehen, um nicht blöd aufzufallen ....  Oftmals habe ich Argumente gehört, wie eine Laufveranstaltung in Flensburg sei "zu aufwendig".  Umso toller, dass es auch Menschen gibt wie Stefan Riedel, die Visionen auch in die Tat umsetzen. Ich glaube, dass ihm aber mit der ersten Auflage einen mehr als eindrucksvoller Start gelungen ist. Mit über 1500 Läufern und einem Umweltkonzept punktete die Veranstaltung auch in Sachen Nachhaltigkeit. Also ein echter Vorreiter unter den Laufveranstaltungskonzepten.  Das Sahnehäubchen war die Anreise des 10.000m Europameister Jan Fitschen, der am Vorabend einen Vortrag über das Laufen und insbesondere das Wunderläuferland Kenia hielt. Zum Einstieg gab es ein Video, wie er sich zum Europameistertitel kämpfte. "Also Jan, jetzt mal ehrlich, wie fühlt man sich bei so einem Lauf, was denkt man?" wollte Pascal wissen. Er könne locker eine Stunde nur über den Lauf philosophieren, antwortete Jan mit einem Grinsen und Leuchten in den Augen.   Jan ist nicht nur ein erfolgreicher Sportler, sondern hat auch jede Menge Charisma und passte somit perfekt zum Flensburg liebt dich Marathon Konzept. Am Renntag war er übrigens auch noch vor Ort und lief in der Promistaffel mit. Auf meine Frage, welche Schnitt er gelaufen ist, antwortete er nach der Siegerehrung "Ich wette du warst schneller unterwegs!". Das hört man auch nicht alle Tage (auch wenn er seine aktive Karriere beendet hat). Wie sich herausstellte, hatte er auch Recht ;-)

Die Strecke: Mit Vollspeed durch die Einkaufszone!

Durch meine Verletzung im Winter haben sich meine Pläne ziemlich verschoben, so dass ich auch für den Halbmarathon in Flensburg umdenken musste. Überlegt hatte ich mir einen schönen Tempodauerlauf. Da ich mich leistungsmäßig nicht einschätzen konnte, schätzte ich mich auf 1:24h , was ein glatter 4er-Schnitt ist. Eines kann ich vorwegnehmen: Die Strecke brachte richtig Spaß und meine Form war um einiges besser als gedacht! Ich hatte außerdem das Glück, dass ich mit Bernd Burmeister von hamburg running laufen konnte, was einfach immer schöner ist, als ganz alleine zu laufen. An dieser Stelle möchte ich mich nochmal bei Bernd bedanken, denn ich glaube, dass er sich für mich ein wenig zurückgenommen hat, so dass ich mich unauffällig in seinen Windschatten werfen konnte!

Die 800m lange Steigung von Sonwig zur Marineschule war gar nicht so hart wie gedacht. Es rollte einfach gut, egal ob bergauf oder steil bergab (oftmals der technisch anspruchsvollere Part). Die Stimmung an der Marineschule und an der Hafenspitze war toll und es hat mich gefreut so oft meinen Namen zu hören. Auf meinem persönlichen Lieblingsabschnitt, der Einkaufsstraße, sah ich dann Pascal und Marc, unseren erstklassigen Physiotherapeuten. Irgendwann später entdeckte ich auch meine Eltern und Samy, der mich bellend anfeuerte. Durch die flache Einkausstraße Richtung Südermarkt zu heitzen war einfach super und ich wusste, dass ich Geschwindigkeits-mäßig gut dabei war!

Auf der zweiten Runde gab es keine Steigungen mehr und ich wusste, dass die Zeit wesentlich besser werden würde als angestrebt. Letztendlich habe ich mich nicht ausgepowert, so dass ich beim Hella Halbamarathon in Hamburg nochmals Gas geben möchte. Dort werde ich alles geben, um eine gute Zeit zu erlaufen.

Ins Ziel kam ich in 1:22:20h. Samy nahm mich bellend in Empfang, er liebt diesen Trubel der Laufveranstaltungen immer sehr (generell liebt er Trubel). Bei der Siegerehrung gab es einen wundervollen Strauß Blumen, der mich auch noch eine Woche später an den tollen Tag denken lässt. In der Heimatstadt zu laufen ist doch etwas ganz besonderes und gerade an diesem Tag habe ich mich doch auch sehr von der Stadt geliebt gefühlt (Flensburg liebt dich) und merke auch wie sehr ich an meiner Heimat hänge: Flensburg, ich liebe dich auch  <3

 

Danke an Niels-Peter Binder & Jochen Giebelmann für die Fotos!

Bild 1/2: Start Halbmarathon/Marathon Südermarkt/ Holm  --- Bild 3: 1. Flensburg liebt dich Marathon Sieger Holger Wollny (links) mit Europameister Jan Fitschen.


Streckenprofil auf Garmin Connect

Das Streckenprofil und die Strecke des Halbmarathons kann hier eingesehen werden:

Lauf zwischen den Meeren 2017- Ein spontaner Start für das Autocentrum Lass

Manchmal sind die ungeplanten Einsätze jene, die am meisten Spaß bringen. Eigentlich hatte ich ein entspanntes Wochenende im Sinn- eigentlich. Wie auch schon letztes Jahr bin ich dann genau 5 Tage vorher angeschrieben worden. Dieses Mal jedoch nicht von den Zippels Runaways, sondern von Stefan Schmitz, der das Team für das Autocentrum Lass ins Leben gerufen hat.....

Stefan hatte mit dem Team nicht nur irgendeinen Plan. Er hatte den Plan, den Streckenrekord auf unter 6 Stunden zu bringen. Dass dafür einige verdammte schnelle Läuferinnen aus ganz Deutschland am Start waren, war ein Highlight. Wir haben jedoch auch in Schleswig Holstein herausrragende Läuferinnen wie Anna Gehring (Cross und 5000m Spezialistin), Maya Rehberg (3000m Hindernis) und Isabell Teegen        (eine Granate auf der Langstrecke). Letztere musste leider aus Verletztungsgründen absagen, was für das Team wirklich sehr schade gewesen ist!

Letztendlich konnte ich nicht wirklich nein sagen, als die Anfrage von Stefan kam, in diesem Team mitzulaufen. Es wird wohl nicht mehr so oft vorkommen, ein so schnelles Team auf die Beine zu stellen! Mit von der Partie waren auch noch Annett Horner (früher mehrfache deutsche Meisterin über 1500m), Deborah und Rabea Schöneborn, Franziska Althaus, Christina Walloch, Svenja Abel (reiste ganz aus Freiburg an!) und Clara Hildt. Ein sehr bunte Mischung also! Ich sprang am Dienstag spontan für Johanna Schulz ein, die leider mit Fieber im Bett lag. Meine Strecke startete in Jagel auf dem Flugplatz und führte nach Fahrdorf. Bisher kannte ich nur die letzte und vorletzte Strecke und muss sagen, dass mir die Strecke Jagel-Fahrdorf ziemlich gut gefallen hat. Wenngleich es auch eher ein Landschaftslauf war und ich mit einer so sandigen Strecke nicht gerechnet hätte, war ich am Ende trotzdem sehr zufrieden. Einzig und allein der 400m lange Anstieg in Fahrdorf war schon ziemlich heftig, aber wofür trainiert man denn immer die Hügel in Glücksburg? :) Trainingsmäßig bin ich eigentlich auf sowas immer bestens vorbereitet!

An meinem Wechselpunkt traf ich auf Anna, mit der ich dann gemeinsam nach Damp gefahren wurde. Dort angekommen rannten wir quasi in Maya und Annett hinein und wir beschlossen es uns erst einmal auf Stefans Yacht gemütlich zu machen... ist schon cool, dass der liebe Stefan an wirklich alles gedacht hat. Anna und ich liefen uns noch gemeinsam 20 min aus und kehrten dann zur Yacht zurück, um auf die anderen Mädels zu warten. Nach und nach trudelten auch diese dann auch ein. Gespannt warteten wir auf das erste Team und natürlich auf Franziska, unsere Schlussläuferin! Eine ganz schön aufregende Angelegenheit. Zu meiner Freude war es die Männerstaffel von o.t.n., die als erstes das Ziel erreichte! Jetzt musste nur noch unsere Franzi um die Ecke kommen, dann war das Läuferglück perfekt.

Nach 5:50,32h liefen wir schlussendlich mit neuem Streckenrekord ins Ziel!

Dort angekommen warteten auch schon Pascal, Samy (der voher bereits mit dem "Eventdino" geflirtet hatte, s. Foto) und meine Eltern auf uns. Der Lauf zwischend den Meeren war ein tolles Event dieses Jahr und ich bin froh, dass ich nach meinem verkorksten Lauf beim Stadtlauf Niebüll endlich mal wieder etwas Motivation tanken konnte!

Als nächstes plane ich einen Start bei den Landesmeisterschaften 5000m in Itzehoe, wobei ich einen Start von den Temperaturen abhängig machen werde. Wenn das Wetter für mich passt, dann habe ich einfach mal Lust schnell auf den Unterdistanzen zu rennen und die Bahn bringt auch mal etwas Abwechselung in das Training. Mein Highlight im Juni wird der Hella Halbmarathon in Hamburg. Bis dahin ist es zwar trainingstechnisch noch ein weiter Weg, ich werde aber den Flensburg liebt dich Halbmarathon als schnelle Trainingseinheit mit einbauen. Ich freue mich schon auf diesen Lauf, weil es eine absolute Premiere in Flensburg ist!

 

Laufen verbindet- wie ich zur Fairybox kam

Im ersten Augenblick scheint dieses "Beauty Thema" so rein gar nichts mit dem Sport zu tun zu haben. Denkt man. Ich hätte auch nie gedacht, dass ich auf meinem Sportblog dieser Sparte mal einen Blogartikel widmen würde, aber wenn das Produkt und die Story dahinter stimmt, dann bringe ich gerne auch frischen Wind auf meinen Blog. Denn  die Geschichte dahinter, wie ich zur Naturkosmetik aus Harrislee kam,  ist recht amüsant und hat eben doch etwas mit dem Laufen zu tun... Also los geht's!

Wen man im Wald so alles trifft!

Als ich mit der lieben Ute Fanslau meinen Dauerlauf durch Glücksburg machte, führte uns unserer Weg auch durch den Wald am Roikiersee. Oftmals trifft man dort ja auch auf ominöse Gestalten, so aber nicht dieses Mal.

Vielmehr kreuzte ein sportliches Pärchen unseren Weg, wobei er quer auf dem Waldweg den Weg mit Liegestützen  versperrte.  Also bin ich über ihn rübergesprungen, in der Hoffnung, dass es nicht am Ende einen Vollcrash gibt (kann ja mal Missverständnisse geben!). 

Zuhause erhielt ich dann am Abend eine sehr nette Nachricht von Sven über Instagram und erfuhr, dass er ein Unternehmen für Naturkosmetik habe und fragte mich, ob ich mal testen möchte. Natürlich wollte ich das, wer sagt da schon Nein? Das Schöne daran ist, dass alle Produkte tierversuchsfrei, vegan und bio sind. Jeden Monat erscheint eine neue Box mit saisonalen Krachern. Ich bin nun in den Genuss gekommen, die Oster-Box und Mai Box testen zu dürfen und habe schon einige Lieblingsprodukte auserkoren. Ich bin von Natur aus jemand, die nicht übermaßig viel Geld und Zeitaufwand in Kosmetik investiert (ich kann die Mädels, die jeden Morgen 1h im Bad verbringen einfach nicht verstehen) und wenn, dann investiere ich gleich lieber in hochwertige Kosmektik. Aber oftmals ist ja auch weniger mehr!

Die Fairybox ist eine gelungene Mischung aus Pflege und dekorativer Kosmetik und wurde vom Fairybox Team liebevoll zusammengestellt. Einen Überblick über die aktuelle Box findet ihr hier:

Inhalt der Mai Box

 

  • Alteya Organics Hair Treatment (9,00 €)
  • Heliotrop Beauty Booster Effekt-Maske (5,95 €)
  • Essentiq Shampoo (10,49 €)
  • FINigrana Bio Kokosbutter (4,90 €)
  • SoulTree Lippenstift Candy Floss (22,45 €)

                Weitere Infos unter  https://fairy-box.de/ 

 

Mein absolutes Highlight der Mai Box ist der SoulTree Lippenstift mit Bio Mandelöl, leichter Rosennote und anderen pflanzlichen Inhaltsstoffen. Ich hatte mal gelesen, dass jede Frau durchschnittlich in ihrem Leben 3,5 kg Lippenstift isst (das sind 800 Stück!!). Es ist schon ein tolles Gefühl, wenn man nicht Angst haben muss sich ständig irgendwelche Chemie von den Lippen zu lecken :-)

Ein weiteres Highlight ist für mich als Kokosliebhaberin die Bio Kokos Butter, ein Ganzkörperpflege für die Haut. Bisher habe ich Kokosöl nur in der Küche zum Kochen verwendet und bin sehr gespannt, ob es tatsächlich auch beruhigend bei Sonnenbränden wirkt. Ich neige zum Glück überhaupt nicht dazu Sonnenbrände zu bekommen, aber wenn es dann doch mal so weit sein sollte, habe ich mein Erste Hilfe Kokosbutter zur Hand- wenn der Sommer dann endlich mal kommt! :-)

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Das Resümee einer turbulenten Serie

Noch bevor gestern der große Schnee über das Land zog, ging die Drelsdorfer Winterlaufserie in ihre letzte Runde. Einen Tag später kann ich nun mit Erleichterung ein Resümee ziehen. Und dazu zählt nicht nur, dass ich das Glück hatte zum dritten Mal die Serie zu gewinnen, sondern auch, dass ich ich sagen kann, das meine Wehwehchen nun wirklich spürbar besser werden.

Ich hatte befürchtet, dass der Halbmarathon mich nochmal wieder zurückwerfen würde, was zum Glück aber nicht der Fall ist. Das Einlaufen war alles andere als, ich nenne es gerne "smooth", was aber wohl daran lag, dass ich am Vortag einen Pausentag eingelegt hatte. Mittlerweile habe ich den Eindruck, dass die angeschlagene Sehne eher moderate Bewegung braucht, damit die Durchblutung angeregt wird und die Schlackenstoffe abtransportiert werden können.

Inaktivität macht alles nur noch schlimmer, das habe ich auch nach meiner 7-tägigen Laufpause feststellen müssen. Natürlich ist unter moderater Bewegung kein Halbmarathon gemeint, weshalb meine Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Halbmarathons durchaus ihre Berechtigung hatten. Erstaunlicherweise ging das Zwicken dann auch nach einer gründlichen Erwärmung weg, so dass ich im Wettkampf keinerlei Probleme hatte.

 

Was passiert wenn die Technik ihren Geist aufgibt

Nun stand ich da an der Startlinie, wartend auf ein gültiges GPS Signal, was mir aber leider an diesem Morgen vergönnt war. "Okay, dann eben mal ohne Technik", dachte ich mir. Was sich aber am Ende als kein leichtes Unterfangen herauskristallisierte, da auch die Kilometerschilder traditionell falsch aufgestellt werden. Außerdem werden 4 Runden und eine Auftaktrunde von 1095 m gelaufen. Somit kann man auch nicht mehr direkt die Rundenzeiten als Richtwert nehmen, so wie beim 10km Rennen und dem 15km Rennen.

Mein einziger Plan den ich mir zurecht gelegt hatte, bestand darin, nicht in die Vollbelastung zu gehen, was mich meiner Einschätzung nach zu einem glatten 4er Schnitt geführt hätte (in Zeit ausgedrückt ca. 1:24:30 min). So weit so gut.  Ohne Uhr aber gar nicht so leicht. Also erstmal los laufen, sich Platz verschaffen (was dazu führte, dass ich alleine lief. So viel Platz brauchte ich dann doch nicht ;-) ).

Das Tempo fühlte sich angenehm an und auf der ersten Runde lief noch Tim Hartmann neben mir mit dem ich mich auch noch locker unterhalten konnte (der beste Indikator, dass das Tempo stimmt). Dann irgendwann zog er frech das Tempo an und ließ mich quasi stehen. Wenn man Läufer demotivieren will, dann am besten so:)

Da ich aber wusste, dass Tim kein langsamer Läufer ist und seine Bestzeit irgendwo bei 1:14h steht, ging das voll ok. Allerdings plante er dieses Mal nur einen lockeren Lauf, was für ihn eine Zeit zwischen 1:20-1:24h bedeutete.

Als ich bei 16,1km dann auf die letzte Runde ging sah ich meine Durchgangszeit von 1:02h. 2 Minuten unter meinem Vorhaben zu laufen hätte ich nicht gedacht, weil sich das Tempo zeitweise anfühlte wie im Training und ich auch noch alleine gegen den Wind ankämpfen musste.  Die letzte Runde hätte ich mir also durchaus noch etwas Zeit lassen können, aber um ehrlich zu sein hatte ich keine Lust mehr und wollte auch einfach nur mal endlich im Ziel ankommen. Mit 50km pro Woche und nur jeden zweiten Tag trainieren (was aufgrund von meiner angschlagenen Sehne sein musste) einen Halbmarathon zu laufen ist dann doch auch wieder eine kleine Herausforderung, vor allem aber mental. Mit einer Endzeit von 1:22:18h war ich zwar deutlich schneller als mein Plan, aber ich kann im Nachhinein auch nicht behaupten, dass ich mich völlig ausgepowert habe. Manchmal ist das subjektive Empfinden wichtiger als ein Wert oder eine Zahl auf der Uhr, weshalb es auch mal ganz gut tut, sich von der Technik zu lösen und wieder mehr auf seinen Körper hört.

Eine Trennung auf Zeit

Deshalb werde ich mich auch für den Monat Februar sportlich gesehen von meiner Uhr trennen und die Läufe nur locker nach Gefühl laufen, um somit eine Entlastungsphase zu schaffen.

Was mir auch hilft (und was man erstaunlicherweise schon nach 4 Einheiten merkt!) sind die regelmäßigen Yogaeiheiten , jeweils Montags und Donnerstag. Der Körper fühlt sich danach so herrlich durchgestretcht an und ich merke jetzt schon, dass meine verkürzte Muskulatur "geschmeidiger" wird.

 

Bedanken möchte ich mich bei meinen Sponsoren cha cha & Bioland Söth, insbesondere aber dieses Mal Wellnuss für die leckere After Race Versorgung. Ich hatte nach dem Halbmarathon einen Bärenhunger und ohne euren Energiespender wäre ich warscheinlich gestorben :)  Ebenso ist Magnesium für mich unabkömmlich im Training, also gilt mein Dankeschön Pharma Nord, deren Magnesium einfach die beste Qualität hat.

 

Drelsdorf Part 2 oder "du bist noch jung, die Wehwehchen kommen noch!" :-)

Nun ist der zweite Lauf der Drelsdorf Laufserie auch wieder Geschichte und es ist Zeit ein kleines Resümee über die vergangenen Wochen zu ziehen.

 

Ein Dank an meine (zufälligen) Windschattengeber

Zu allererst möchte ich damit beginnen, dass ich immer unedlich glücklich darüber bin, nicht alleine in Drelsdorf meine Runden drehen zu müssen! Das ist nicht selbsverständlich, dass man immer einen "Vorläufer" auf der Strecke findet, wo man sich quasi hinter ausruhen kann. Im letzten Jahr begleitete mich Oke Hansen, der mich zu einer für mich völlig unerwarteten 15km Bestzeit gezogen hat (55:33min). Alleine wäre das undenkbar gewesen, insbesondere wenn man gegen den nordfrisischen Wind ankämpfen muss. Dieses Jahr hatte ich sowohl beim 10km Rennen als auch beim 15km Rennen das Glück mich hinter Björn Nahnsen hängen zu können, wofür ich mich noch nicht richtig bedanken konnte! Zwar bin ich in diesem Winter nicht in meiner optimalen Trainingsverfassung, wie ich mir das eigentlich gewünscht hätte, aber dennoch macht man einige Sekunden gut, wenn man einen netten Windschattengeber bei sich hat!

Der 15km Lauf lief für mich den Umständen entsprechend im Prinzip gar nicht so verkehrt. Nach 56:18 min erreichte ich das Ziel, was zwar einige Sekunden schlechter als letztes Jahr war, aber für mein Training der letzten 6 Wochen will ich mich gar nicht weiter darüber auslassen. Dieses Jahr war der Lauf auch gefühlt etwas entspannter und nicht ganz auf High-End-Niveau, letztes Jahr bin ich dermaßen an mein Limit gelaufen, dass ich mich noch nicht mal mehr 400m Auslaufen konnte (Pascal aber zum Glück auch nicht ;-))

 

Und mein Körper so :"So jung ist die auch nicht mehr!"

Schon seit Jahren höre ich die Sprüche "Du bist ja noch jung, die Wehwehchen kommen noch!" Ich war immer sehr erstaunt mit was für Problemchen sich Läufer und Triathleten herumschlagen. Und auch in Drelsdorf beim, nennen wir es mal "After Race Gepräch", kristallisierte sich raus: Die größten Einschläge kommen mit 40 :-) Natürlich ist das ganze ein bisschen mit Humor zu betrachten, da es sich meinstens dann doch nur um das Wehwehchen dreht und nicht um die ganz schlimmen Verletzungen.

Ich konnte wirklich bis vor kurzem sagen, dass ich von muskulären Problemen und Verletzungen nie betroffen war. Aber: Da war ich ja auch noch jung. Bis dann mein Körper vor ca. 6 Monaten bemerkt hat "Hey, so jung ist die ja nun auch nicht mehr, wird mal Zeit für das erste Wehwehchen" :-)

Im August 2016  traten erstmalig Verklebungen der Sehne an der rechten Wade auf, die ich durch eine zweiwöchige Pause sehr gut wieder in den Griff bekommen habe (und durch regelmäßige Massagen!). Im Winter schien auch alles wieder ok, dann das gleiche Drama am linken Bein. Man kann zwar noch gut damit laufen, insbesondere wenn man sich behandeln lässt, aber irgendwann kommt der Punkt, an dem man doch handeln sollte. Ich habe zwar das Glück mich von einem sehr erfahrenden Physiotherapeuten behandeln lassen zu können (Marc Saknus), der durch die Massagen immer wieder alles hinbekommt, aber ich glaube, dass mein Körper im Moment vor allem auch mal Ruhe braucht (die ich mir nach der Trentino Bestzeit nicht richtig gegeben habe = Fehler!). Danke nochmal an Marc, der mir in letzter Zeit eine große Hilfe gewesen ist und der ideale Ansprechpartner ist, wenn es um angeschlagende Muskeln und Sehnen geht!

 

Die Sache mit dem Power Yoga

Traurig, aber wahr: Umso älter man wird, desto wichtiger werden regenerative Maßnahmen, wie ordentliches dehnen und Auslaufen/EInlaufen vor und nach anstrengenden Einheiten. Letztes Jahr habe ich vor allem regelmäßig Power Yoga betrieben, was dieses Jahr nicht der Fall ist. Im Nachhinein ist mir bewusst geworden, welch wichtiger Part die wöchentliche Yoga Trainingseinheit in meinem Wintertraining 15/16 darstellte.  Ich werde mich auf jeden Fall wieder aktiver um meine muskuläre Regeneration kümmern müssen, denn ich werde (zum Glück) auch nicht jünger! (Denn wer will schon wieder 16 sein?)  :-)

 

Planung für die nächsten Monate

Und somit ändern sich auch leider meine Pläne für den Winter/ Frühling 2017. Ehrlicherweise hatte ich im Herbst noch gehofft, dass ich mich in Drelsdorf nochmals steigern könnte, wovon ich natürlich im Moment weit entfernt von bin. Ich will mich auch nicht stressen, ich mag den Sport zu sehr, als das ich mir den nun mit überambitionierten Zielen und zu viel Druck kaputt machen lasse. Für mich scheint es im Moment am sinnvollsten eine 7- bis 10 -tägige Saisonpause einzulegen (die schon nach Trentino fällig gewesen wäre!). Den Halbmarathon in zwei Wochen werde ich dann als erste Tempoeinheit wieder mitlaufen und hoffentlich etwas erholter und schmerzfrei an der Startlinie stehen.  Bisher habe ich meinen Saisonhöhepunkt immer auf den Winter gelegt, das wird sich dann dieses Jahr  anders gestalten. Wir möchten dieses Jahr gerne im April bei der deutschen Meisterschaft im Halbmarathon an den Start gehen. Zweimal, innerhalb von 2 Monaten auf Höchstniveau laufen klappt sowieso nicht, von daher hätte ich mich im Vorwege eh entscheiden müssen, welcher Lauf mir wichtiger ist. Und da ich reichlich Konkurrenz liebe, als im Alleingang eine gute Zeit zu laufen, bin ich mal gespannt, ob sich ein Start bei der DM lohnen wird!

Auf jeden Fall freue ich mich schon wieder riesig auf das Frühjahr und vielleicht gibt es dann ja die eine oder andere Überraschung.

 

Danke an Lasse Frahm für das Foto!

 


Ebenso möchte ich mich bedanken, dass ich zum vierten Mal  (2012/ 2014/2015/2016) von der shz als Sportlerin des Jahres nominiert worden bin! Bisher hat es noch nicht geklappt, aber es ist trotzdem immer wieder schön eine kleine Anerkennung am Ende des Jahres zu erhalten. Ebenso nominiert ist Pascal, der die Wahl bereits 2014 in der Landeszeitung gewinnen konnte und Jan Erichsen, mein ehemaliger Klassenkamerad, der leidenschaftlich und sehr erfolgreich segelt. Ich wünsche den beiden viel Erfolg bei der Wahl und rufe für euch beide an :-) Warum sollen immer nur SG Spieler das Rennen bei den Männern machen?

Die Kandidaten von der LG Flensburg könnt ihr euch hier anschauen:

Winterlaufserie Drelsdorf Part 1 : Ein Zwischenbericht

Wenn Weihnachten vorbei ist, dann steht für mich persönlich schon das nächste Highlight in der sonst langen Winterzeit an. Die Winterlaufserie!

 

Der Klassiker: Wenn Männer krank sind

Bisher waren die Bedingungen beim 10km Auftakt Rennen oft rau und hart, dieses Jahr sollten wir Läufer ein wenig verschont bleiben. Nur einer blieb im Vorwege leider nicht verschont- mein lieber Pascal. Am Freitag abend kündigte sich das schon an, wovor es mir immer graut- Krankheit, in diesem Fall eine fiebrige Erkältung. Gut da hilft nur gesund pflegen und hoffen und beten, dass man selbst verschont bleibt. Die Tatsache, dass Pascal und ich uns in den knapp 4 Jahren noch nie gegenseitig angesteckt haben, spendet mir ein bisschen Hoffnung. Dass man mit einer Erkältung und Fieber nicht rennt, versteht sich von selbst und so war Pascal dann leider für den 10km Lauf raus.  (Leider) habe ich quasi das Wochenende mit ihm mit gelitten, so dass mein Schlaf von Freitag bis Sonntag zu kurz kam. Vor allem, wenn der Herr mir Freitagnacht erklärt, er könne eventuell in der Nacht sterben, weil er aufgrund der Erkältung keine Luft mehr bekomme...muss wohl das Fieber gewesen sein. Bei 39 Grad kann man schon mal komisch im Kopf werden ;-)

 

Training oder so etwas in die Richtung

Ich selbst war schon mehr als gespannt, was der 10km Lauf für mich bereit hielt, was mein Körper im Moment drauf hat und wie sich der erste harte Straßenlaufwettkampf anfühlt. Zumal ich in diesem Winter unter ganz anderen Trainingsbedingungen in die Laufserie einsteige. 

Ich muss zugeben, dass die Bestzeit am Gardasee im Halbmarathon mir mehr zugesetzt hat, als mir lieb ist. Nach meiner Saisonpause im Oktober dachte ich, dass eine Bestzeit zu Anfang der neuen Saison regenerationstechnisch schneller wieder vom Tisch sein würde. Aber eine Erkenntnis, die ich daraus ziehe ist, dass eine PB, immer eine Höchstleistung darstellt und drei Tage Laufpause auf einer Distanz von 21,1km trotzdem nicht ausreichen. Wenn ich mich im Winter mehr oder weniger mit müden Beinen durch die Läufe schleppe, dann ist das ein deutliches Signal, dass etwas noch nicht verarbeitet ist. Nach meiner Bestzeit im Februar 2016 habe ich immerhin 10 Tage nichts gemacht und das funktionierte super.

Was im Moment gut für mich klappt, ist die Kilometer herunterzuschrauben und Akzente zu setzen- an den richtigen Stellen. Derweil fahre ich ganz gut mit 50-60km/pro Woche, was zugegebener Maßen recht wenig ist, aber der Körper wird nicht überfordert. Dass so kein Rekordlauf beim Halbmarathon in Drelsdorf drin sein wird, damit habe ich mich mittlerweile abgefunden.

Taktisch möchte ich versuchen diesen Sonntag einen schnellen 15km Lauf auf den Asphalt zu bekommen und den Halbmarathon dann ruhiger angehen lassen. Danach werde ich mir 1-2 Wochen Zeit nehmen um vernünftig zu regenerieren. Denn mit 25 Jahren kommen leider die ersten kleinen Wehwehchen, von denen ich bis dato immer nur gehört hatte! :)

Mehr dazu in meinem nächsten Bericht:

Ab 25 geht's bergab

 

Zum Abschluss möchte ich euch noch ein paar kleine Tipps und Tricks nennen, wie man erfolgreich mit Virenschleudern umgeht:

 

#1 Abstand halten

#2  Zink, Vitamin D und C nehmen

#3 nicht mehr als 95km / Woche laufen (ab dann steigt das Risikio für eine Erkältung signifikant)

#4 Optimistisch bleiben

#5 viel frische Luft tanken

 

 

 

Der perfekte Flow beim Trentino Halbmarathon

Am Freitag morgen in der Früh ging die Reise los zum Gardasee. Wir, also Pascal und ich, hatten beim Nachtlauf in Bremen die Reise gewonnen und uns schon seit Mai auf dieses Ereignis gefreut. Ich war mir zwar nicht so sicher, ob ein Halbmarathon im November, ein paar Wochen nach meiner Saisonpause, so viel Sinn macht. Aber es muss ja nicht immer eine richtig tolle Zeit dabei herauskommen, um bei einem Lauf Spaß zu haben. Dass die Strecke traumhaft werden würde, war schließlich sicher.

Ich muss zugeben, dass ich mir fast nichts Schlimmeres vorstellen kann, als stundenlang im Bus zu sitzen. Ich habe da nicht die nötige Ruhe zu, wenngleich die Strecke von München nach Riva del Garda der reinste Genuss fürs Auge ist. Bisher kannte ich die Strecke nur im Hochsommer, da ich bereits schon dreimal Richtung Gardasee/Comersee mit meinen Eltern getourt bin.

 

Das Erwachen vor einer eindrucksvollen Kulisse

Dieses Mal kam man sich vor wie im Winter Wonderland und ich glaube alle Läufer im Bus (wir waren mit ungefähr 35 Stadtlauf Meister/innen unterwegs) teilten die gleichen Freuden beim Herausschauen.

Um 19:30 kamen wir dann endlich in Riva del Garda an. Es war bereits dunkel und die Schönheit der Gegend entfaltete sich mit voller Wucht am nächsten Tag, als wir die Gardinen unseres Zimmers öffneten. Die Sonne hatte sich zwar noch hinter den imposanten Bergen versteckt, aber es ließ sich bereits erahnen, dass es ein perfekter Novembertag am Gardasee werden würde.

Am Vormittag wollten Pascal und ich noch einen kleinen Lauf machen, um die Beine zu lockern, da der Reisetag anstrengend gewesen ist und mir vom ganzen Herumsitzen die Beine wehtaten (Pascal mahnt mich immer ab, dass ich Kompression tragen soll..ja, ja, nächstes Mal vielleicht. Oder auch eben nicht). Jedoch kamen wir bei unserem Lauf nicht weit. Es gab so viele wunderschöne Kulissen, die es wert waren, fotografiert zu werden. Also hielten wir immer wieder an, um die Schönheit der Natur einzufangen, gepaart mit einigen tollen Laufposen. Am Ende kamen wir dann vielleicht auf 4-5km. Da ich eigentlich üblicherweise nie am Vortag eines Wettkampfes laufe, war das total ok.

Am Abend gingen wir zur Messe und bekamen unsere Startunterlagen. Auf der Bühne wurden alle Sportscheck Stadtlaufmeister vorgestellt.

 

Dinner for four: "Der Club der alternativ angehauchten Läufer"

Jeden Abend und am Morgen gab es ein reichhaltiges Essensangebot im Hotel, wo wir gemeinsam mit den anderen Läufern speisten. Es dauerte nicht lange, da fand sich auch schon ein Tisch der "alternativ angehauchten Läufer" zusammen, die alle so ihre speziellen Wünsche und Bedürfnisse beim Essen hegten und pflegten.  Da Pascal und ich uns ja laktosefrei und glutenfrei ernähren, fanden wir in Karoline und Vincent zwei vegane Kompanen, mit denen wir am Tisch unglaublich viel Spaß hatten. Wir witzelten, dass unser Tisch weltoffen für alle Ernährungsformen sei, obgleich vegan, glutenfrei, raw, Frutarier, paläo, paläo-vegan, Flexitarier und was die Menschheit noch zu bieten hat. Unsere Kellnerin war ebenfalls Veganerin. Dem Busfahrer, der genau hinter uns saß, fiel entsetzt die Kinnlade herunter und fragte, ob hier alles vegan sei, als er die Szenarien an unserem Tisch mitbekam und prompt gefragt wurde, ob er auch ein veganes Gericht haben wolle.

Am Samstag fühlte ich mich nicht so wohl. Die viele Heizungsluft machte mir zu schaffen und sorgte dafür, dass ich mich fühlte, wie wenn eine Erkältung am anrollen ist. Wenn ich etwas nicht ausstehen kann, dann sind das überheizte Räume. Im Bus wird man leider ständig damit konfrontiert und wenn man mit 35 anderen Menschen zusammen reist kommt man einfach, was das Klima betrifft, nicht auf einen Nenner. Ich versuchte aber optimistisch zu bleiben und mir einzureden, dass keine Erkältung im Anmarsch sei, sondern die Heizungsluft Schuld an meiner Antriebslosigkeit sei.

 

Der Renntag

Sonntag war der Renntag. Mein Schlaf war überragend und ich fühlte mich am nächsten Morgen schon wieder voll in Ordnung. Pascal war so lieb und bereitete mir ein leckeres Frühstück zu. Er selbst wollte nicht auf Vollgas rennen, sondern hatte sich entschlossen für mich Tempo zu machen, worüber ich natürlich sehr glücklich war. Dass er sich als Pacemaker auch um die kulinarische Rundumversorgung bemühte war eine nette Überraschung! Aufgetischt wurde dann ein Hirseporridge und ein 'Roo Bite' Maulbeere-Vanille. Wir liefen die 2,5km zum Start hin und waren ca. 10 Minuten vor dem geplanten Startschuss an der Startlinie. Die Veranstalter sorgten ordentlich für Stimmung und das Adrenalin war deutlich zu spüren. Das Wetter war noch recht kühl, um die 2-3 Grad, was sich später auch nicht mehr änderte, weil es ein bedeckter Tag war. Glück für mich! Die ersten beiden Kilometer gingen zu unserer Überrschaschung nur steil bergab, und mein Plan, im 3:45er Schnitt anzugehen, löste sich in Luft auf.

Es lief einfach und die ersten beiden Kilometer waren 3:35' und 3:37'. Pascal sagt mir zwar immer wieder ich soll während des Laufens nicht so viel rechnen, aber für mich ist das Rechnen zwischendrin eine willkommene Abwechslung. Von hinten ertönte es nach dem Start : "Aha, die Alsterrunner!" Hamburg kennt man also überall :-) Bei 10km zeigte meine Uhr 37:10 min an.  Viel zu schnell, dachte ich mir, aber es rollte wirklich gut und die klare Seeluft sorgte für eine optimale Sauerstoffversorgung in den Muskeln. Von Müdigkeit also keine Spur! Worauf soll das hinauslaufen, fragte ich mich. Ich wartete immer darauf, dass irgendwo Hügel auftauchten, da mir schon mehrere Leute im Vorwege erzählt hatten, dass es die ersten 10km bergauf geht und die zweite Hälfte die Schnellere sein soll. 

Im Flow zur neuen Bestzeit

Zwischen Kilometer 13-16 erlebte ich einen richtigen Flow. Pascal lief ein optimales Tempo, immer zwischen 3:42' und 3:46' . Ich spürte zeitweise meinen Körper nicht mehr, verlor mich in Gedanken und merkte erst irgendwann bei Kilometer 16, dass das hier gerade echt war und kein Traum. Wo bin ich die letzten Kilometer gewesen? Ich weiß es nicht. Mit dem berühmte Runner's High macht man tatsächlich eher auf den längeren Strecken Bekanntschaft.  Die Strecke war so einmalig, am See entlang, durch urige süße Gassen. Die 10 Meilen liefen wir knapp unter einer Stunde. Die Natur gab mir so viel Energie und Optimismus, wie ich es noch nie in einem Wettkampf erlebt hatte. Und die Aussicht, dass eine neue Bestzeit fallen wird, tat sein übriges. "Wann kommt denn der Einbruch"? , fragte ich mich. Beim Hella Halbmarathon ging es mir bereits nach 12 Kilometer nicht mehr so prickelnd und da kam ich nicht gerade aus der Saisonpause. Manche Phänomene versteht man einfach nicht, oder erst wenn man Abstand zu den Ereignissen gewinnt.

Die letzten beiden Kilometer wurden hart, das merkte ich, als wir die letzte Steigung bei Kilometer 19 nahmen und sich auf einen Schlag meine Atmung um drei Stufen erhöhte. Pascal tat sein Bestes, um mich die letzten beiden Kilometer so gut es ging zu motivieren.  Der letzte Kilometer war mit einer 3:53' dann auch nicht mehr so schnell wie ich es mir erhofft hatte, aber immerhin reichte es noch für eine neue Bestzeit in 1:19:14 h . Insgesamt wurde ich damit 8. Frau, vor mir lagen drei deutsche Mädels, alle aus der Sportscheck Crew, und 4 Italienerinnen.

Fazit

Die Tour war ein überragendes Erlebnis. Gerne wären wir natürlich noch ein paar Tage länger dort geblieben und hätten die tolle Natur genossen! Ein großer Dank geht natürlich an Sportscheck und an  Alice und Martina, sozusagen unsere Tourguides. Martinas Artikel auf dem Sportscheck Blog gibt es für Interessierte hier zu lesen. 

Was mein Training angeht, bin ich, wie schon erwähnt, sehr erstaunt, dass es bereits jetzt schon wieder so gut läuft. In diesem Jahr werde ich noch die Cross LM angehen und den Silvesterlauf in Oeversee. Wie jedes Jahr wird mein Highlight dann wieder die Winterlaufserie in Drelsdorf sein, wo ich natürlich auf gute Bedingungen hoffe!

 

Streckenprofil und Laufdaten

Wer sich für den Streckenverlauf, die Höhenmeter und andere Laufdaten des Trentino Halbmarathons interessiert, der kann den Lauf in meinem Garmin Connect Konto unter diesem Link einsehen!

 

Vielen Dank an meine Sponsoren!

Pharma Nord

Wellnuss Premium Snacks

Bioland Söth

cha cha- positive eating

Über Stock & Stein: Cross, crossiger, Tiergarten Cross!

Herbst ist Crosszeit. Die Schuhe sehen hinterher aus wie sau, die Beine sind bis oben hin mit Matsch bedeckt und der Rücken bleibt oftmals auch nicht verschont vom Dreck. Man kann das eine oder andere Mal von Glück reden, wenn der Schuh nicht im tiefen Matsch einfach stecken bleibt, so dass man nur auf Socken weiterlaufen muss. So haben Pascal und ich das Erlebnis Crosslauf immerhin letztes Jahr live bei der deutschen Meisterschaft miterlebt. "Der Tiergarten Cross wird bestimmt nicht so heftig!" redete ich mir ein als ich mich am Meldeschlusstag kurzfristig entschloss am Sonntag beim Tiergarten Cross in Schleswig zu starten. Sich ganz offiziell mal dreckig machen zu dürfen ist schließlich auch  reizvoll,  aber eines wollte ich hingegen auf gar keinen Fall: Noch eine Verletzung vor dem Trentino Halbmarathon in Riva del Garda in einer Woche riskieren! Mein Motto ist daher eigentlich eher: "Über Stock und Stein das muss  jetzt gerade nicht sein", aber man kann seine Meinung ja auch kurzfrsitig mal ändern und etwas riskieren. Es ist ja nicht so, dass man sich zwangsläufig immer gleich verletzt und mit der Erwartung durchs Leben zu gehen bringt einen ja auch nicht weiter.  Außerdem bringt mir das Laufen in der Natur Spaß und ich liebe die Natur, insbesondere Wälder.

 

Unterwegs auf unbekanntem Terrain

Ich hatte zwar nicht die geringste Ahnung, was mich dort erwarten würde, hatte aber fest geglaubt einen netten Waldlauf vorzufinden, mit ein paar kleinen Steigungen. Auf den Bildern der letzten Jahre sah das ganze doch so harmlos aus...

Leider falsch gedacht! Am Morgen brach ich zusammen mit der lieben Ute Fanslau auf, um in Schleswig den Wald unsicher zu machen. Im Auto wurde ich dann 35min von ihrem süßen Hund Anouki fast totgekuschelt, da wir uns einen Platz teilten und er die Situation schamlos ausnutzte. Mein eifersüchtiger Collie Samy wäre wohl entsetzt gewesen! :) In Schleswig angekommen trafen wir dann auch nach langer Zeit mal wieder Karen Paysen. Mit ihr im Hauptlauf über 8800m Cross wusste ich, dass es kein leichtes Rennen werden würde, aber ich mag Konkurrenz sehr, weil man es sich dann nicht mehr erlauben kann sich selbst während des Rennes "hängen zu lassen". Konkurrenz belebt schließlich das Geschäft! Sowas pusht ja auch enorm und am Ende steht eine bessere Zeit auf der Uhr.

Vor dem Einlaufen bemitleideten Ute und ich uns gegenseitig, dass es soo kalt draußen ist und wir beide keine Ahnung hatten, was wir bloß anziehen sollten. Ein typisches Frauenproblem, leider. Auch der Läufer gegenüber von unserem Auto stimmte (vielleicht aus Solidarität) mit ein und fragte sich, was er eigentlich hier an einem Sonntagmorgen mache.  Mit Pascal, der übrigens gerade auf Dienstreise war, wäre das Szenario deutlich anders gewesen. Dann jammere ich ihn meistens an, dass ich nicht weiß, an welches Shirt (lang? kurz? oder doch eher mittellang?) ich meine Startnummer befestigen soll, da ich meistens 2-3 unterschiedliche zur Auswahl einpacke (zumindestens in den Übergangszeiten). Seine Antwort ist dann praktisch immer : "Du brauchst nichts extra anziehen, dir wird eh warm!" Das sollte man natürlich nicht ganz wörtlich nehmen ;-)

 

Die Strecke: Traum vs. Realität

Um 10:30 fiel der Startschuss und ich war vorher schon aufgeregt. Das bin ich vor Cross immer, weil man nicht weiß was einem erwartet und die Strecke voller kleinen fiesen Überraschungen sein kann. Ich plante aber eher defensiv, also vorsichtig, zu laufen, denn eine Verletztung durch riskante Aktionen wären einfach nur ärgerlich gewesen. Was ich aber beim Cross gelernt habe, ist, dass am Start manchmal ganz schön die Ellenbogen ausgefahren werden. Ich wollte auf jeden Fall eine gute Sicht auf den Weg haben, also gab ich am Anfang Gas, um möglichst schnell wegzukommen. Das gelang mir auch ganz gut und ich konnte die erste Runde (von Insgesamt 4) an der Spitze laufen, um den Weg & Bodenbeschaffenheit zu sehen. 

Nach der ersten Runde fiel mein innerliches Fazit eher bescheiden aus. Von "ohje, was hab ich mir dabei gedacht die Langdistanz zu wählen?!" bis "komm schon, das sind doch bloß 8,8km!" ging meine Gefühlslage mit dem Matsch und den Bergen auf und ab. 

Das tiefe Geläuf macht mir dabei am meisten zu schaffen. Nicht nur, dass es eine ungewohnte Belastung ist, auch weil ich mit meiner Schuhwahl doch leicht daneben lag. Anstelle von Spikes wählte ich meine leichten Wettkampfschuhe, die ein minimales Profil aufweisen. Ich spare lieber Gewicht bei den Schuhen und verzichte auf ein gutes Profil. Bisher lag ich mit der Wahl auch fast immer goldrichtig, zugegeben war das für diesen Tag hingegen eine sehr schlechte Entscheidung. Es hatte zur Folge, dass ich in den scharfen Kurven ganz ordentlich am wegrutschen war und die Anstiege am Berg im tiefen Matsch umso mehr Kräfte kosteten. Dann gab es noch eine Matschpassage, an der man sich sogar ducken musste, da ein Baum knapp  auf Kopfhöhe über den Weg ragte, worauf ein frustrierter männlicher Läufer "Ist DAS eurer Ernst!" in den Wald hinein schrie. Ich habe mich prima unterhalten gefühlt :-)

Nach 35 harten Minuten und 20 Sekunden hatte ich endlich das Ziel als dritte im Gesamteinlauf erreicht und meine Taktik, den ersten Platz  bei den Frauen zu halten und dabei so vorsichtig wie möglich zu laufen, war zum Glück aufgegangen. Karen folgte aber schon 11 Sekunden später. Mir war gar nicht bewusst, wie knapp das gewesen ist, da ich mich zum Glück nie umgedreht hatte.

Fazit

Aber zwei Dinge stehen fest: Ute, Anouki und ich hatten eine wunderbare & erfolgreiche gemeinsame Tour und zweitens bin ich persönlich noch nie so eine schwere Strecke gelaufen. Dennoch ist Cross immer eine wertvolle Erfahrung, die hauptsächlich Kraft , Konzentration und Durchhaltevermögen abverlangt. Meine persönliche Leidenschaft liegt aber ganz deutlich auf den schnellen Straßenläufen. Nun ruhe ich mich diese Woche etwas aus und hoffe auf ein tolles & rasantes Event mit der Sportscheck Crew und natürlich Pascal, der mit mir gemeinsam den Halbmarathon laufen wird, am Wochenende in Riva del Garda. Ich werde berichten!

 

Das Foto stammt von Lasse Frahm

 

Gedanken zum Herbstanfang Teil 3:                       Über Renntaktiken, Saisonpausen und Herbstgefühle

Die Landesmeisterschaften im Halbmarathon sind für dieses Jahr nun auch wieder Geschichte. Der Halbmarathontitel bedeutet mir immer besonders viel. Schließlich wurde ich auf dieser Distanz 2012 bei meiner ersten Meisterschaft in SH zum allerersten Mal Vizemeisterin und 2014 zum ersten Mal Landesmeisterin. Außerdem mag ich persönlich diese Distanz am liebsten...

Meisterschaftsfreuden

"Wir bestellen extra für dich kühles Wetter und Regen!", kündigte der Veranstalter schon schmunzelnd im Vorfeld an, als ich mich mal wieder über das zu warme Wetter beschwerte. Und da wurde mir nicht zu viel versprochen. Okay, der Regen darf gerne fern bleiben, solange die Temperatur stimmt. Die 10 Grad am Morgen zauberten mir schon früh ein zufriedendes Lächeln auf die Lippen und ich wusste, dass es nicht so ein grauenvoller "ich-kämpfe-mich-da-irgendwie-schon-durch-Lauf" werden würde! Ich hatte mir aber vorher noch keinen taktischen Plan zurecht gelegt und wusste nicht so recht wie ich das Rennen angehen wollte. Steigerungslauf? Gleichmäßiger "ich-gebe-alles-Lauf"? Mit angezogener Handbremse laufen? Schließlich redet mir Pascal immer wieder ein, man müsse sich nicht bei jedem Wettkampf"abschießen".

Letztendlich entschied ich mich für die Variante, den Lauf mutig anzugehen. Also einen 3:45er Schnitt so lange halten wie nur möglich. Was hatte ich schon zu verlieren? Bis 10km war das dann kein Problem, aber dann wurde es tough...Letztendlich wurde die zweite Hälfte langsamer, aber eine neue Bestzeit anzustreben wäre auch nach den letzten verkorksten Wochen vermessen gewesen.

 

Wenn die Motivation auf und davon rennt

Während eines Wettkampfes hat man ja wirklich viel Zeit zum Nachdenken. Dann kommen einem alle möglichen Szenarien in den Kopf und man beginnt zu zweifeln. Muss ich wirklich immer alles geben? Macht es einen Unterschied, ob ich mit einer 1:20 oder 1:22 ins Ziel renne? Zugegeben, das sind Luxusprobleme. Aber letztendlich fehlt mir zum Ende des Jahres einfach der Biss, man kann sagen "die Luft ist raus". Wahrscheinlich ist das auch das sicherste Zeichen, dass der Körper und Geist wirklich nach einer längeren Pause schreien, um dann genügend Motivation und Power für den anstehenden Winter zu tanken.

 

Die Jahreszeiten geben den Takt vor: Die Vorzüge des Herbst

Ich liebe den Herbst. Die Tage werden kürzer, das Wetter kühler und die Natur ist voll im Wandel. Natürlich ist die Tatsache, dass der Sommer nun in der letzten Blüte steht, traurig, aber auf der anderen Seite sind die Jahreszeiten gute Taktgeber im Leben und man kann sich immer auf etwas freuen, da alle Jahreszeiten ihre Vorzüge haben!

Wenn die Blätter sich färben, sogar mein Hundi sich von seinem Sommerfell befreit und ich wie jedes Jahr Flauschbälle vom Teppich sammeln kann, dann habe auch ich den Eindruck, dass es an der Zeit ist, etwas zu verändern. Es ist an der Zeit, dass etwas Ruhe einkehrt, ehe der Spätherbst mich wieder voll auf Touren bringt.

 

Sauerstoffdusche und Adrenalinrausch

In gewisserweise hege ich  eine kleine Vorliebe für typisch norddeutsches Herbst- und Winterwetter. Ich kann mir wirklich nichts Schöneres vorstellen, als nach einem Lauf im kühlem Wind oder etwas Regen und nach einer heißen Dusche auf dem Sofa abzuhängen und mich bei Entspannungsmusik (Dan Gibson's Solitudes) und etwas zum Lesen zu entspannen. Allein die Sauerstoffdusche nach der Einheit ist der pure Wahnsinn und macht den Geist frisch für neue Aufgaben.  Ebenso liebe ich es in der Dämmerung in die Dunkelheit hineinzulaufen, das hat teilweise etwas Mystisches. Wenn dann durch den Ipod die geeignete Musik ertönt (Favourit ist der Soundtrack von The Dark Knight), kann man schon einen sehr intensiven Adrenalinrausch erleben! Auf alle diese Kleinigkeiten freue ich mich schon sehr- genauso wie auf Kürbisse, Apfelmus, Zimt, Herbstspaziergänge durch den Wald,  Stirnbänder und später auch Handschuhe.

Aber nun lehne ich mich knapp 2 Wochen zurück, werde eine Laufpause einlegen und mich auf viele Kleinigkeiten stürzen, die man zum Herbstbeginn so macht, wie etwa den Kleiderschrank aussortieren und neu anordnen, die Homepage aufpolieren und die letzten Spätsommerstrahlen einfangen.

 

Danke an Helga Tollknäpper und Mansor Farah für die Fotos!!

 

Gedanken zum Herbstanfang Teil 2: Über K.O Läufe, Nüchterntraining & Mallorcawärme

Dass 3km keine 10km sind oder gar ein Halbmarathon, ist mir nach dem Inselparklauf dann auch klar geworden. Anscheinend war ich bei diesem Lauf irgendwie weit über meine natürliche Grenze gegangen, zudem ist das Tempo eines 3km-Laufs auch erstmal eine ungewohnte Belastung. Diese Erkenntnis dauerte jedoch einige Tage, man könnte auch von Wochen reden. Ich hatte geplant, mich nach dem Lauf noch ein paar Wochen auf die 10km DM vorzubereiten.  Beim Laufen hatte ich aber leider schwere Beine und dieser Umstand wurde auch 10 Tage nach dem Wettkampf nicht besser. "Komplett übersäuert" war dann die Diagnose, die ich mir im Prinzip schon selbst gestellt habe. Angefangende Tempoläufe endeten im nix, weil ich einfach die Beine nicht hoch bekam. "Du machst total kleine Schritte" war dann der Kommentar von Pascal, der mich während eines geplanten Tempolauf ins Grübeln brachte. Wie konnte das nur sein? 

 

Mallorca Blues in running shoes

Ich dachte mir, dass es bis zum Mallorca Urlaub sicher besser sein sollte. Das war es dann tatsächlich auch, denke ich. Die Schwere in den Beinen wurde ich jedoch nicht los. Da half auch keine "in-den Pool-springen" Aktion nach dem Laufen.  Solche Aktionen sollten übrigens gut durchdacht sein, vor zwei Jahren ist Pascal voller Euphorie und Freude, dass es ins kühle Nass geht, mit meinem Handy in der Hose baden gegangen ;-)

Generell sind die Einheiten auf Mallorca tough, am Nachmittag laufen ist viel zu warm und spät am Abend geht auch nicht, wenn man gut am Buffet zugelangt hat- also möglichst früh morgens laufen. Heißt bei Pascal: Noch vor dem Frühstück, von dem Bett praktisch in die Laufschuhe. Das ist gar nicht mein Ding, aber zu zweit kann man sich ja morgens um 7 dann doch motivieren. Wir hatten uns außerdem überlegt, mal einen etwas schnelleren Lauf zu machen, ich will ja Pascal auch nicht chronisch unterfordern und er hat schließlich auch Ziele. Also hieß es für mich Zähne zusammenbeißen und "hinten dran bleiben". Das Wetter war schon warm, aber für Mallorca Verhältnisse noch angenehm. Die Strecke fing flockig an, etwas Sand, aber flach. Dann ging es eine Landstraße, die zum Glück an einem Sonntagmorgen um 7 Uhr noch nicht viel befahren war. Eine lange und steile 500m Steigung war mir bekannt. An dem Punkt war ich eigentlich fertig und hätte auch schon gut aufhören können.  Ich fühlte mich auch nach 6km immer noch nach wieder zu Bett gehen, weniger nach Sport und fragte mich, was um alles in der Welt wir hier eigentlich machen?

Pascal kam auf die Idee, die Landstraße noch ein paar Kilometer weiter zu laufen, um dann bei 8km wieder umzudrehen.

Gut, dass ich die Strecke vorher nicht kannte, sonst hätte ich mich darauf nicht eingelassen :) Die Strecke wurde immer welliger und die Beine schwerer....oh jee.  Mir war wirklich eine kurze Zeit zum weinen zumute... Gut, dass Pascal hinten keine Augen hat!

Als es auf den Rückweg ging, war ich erleichtert. Von dann stieg die Motivation und ich merkte, dass meine Beine nach 10km endlich etwas lockerer wurden. Ich freute mich schon auf den Sprung in den Pool und das Frühstück. Nach 16km kamen wir wieder am Hotel an, ich mit der Erkenntnis "was für ein blöder Lauf, das mache ich nie wieder" und Pascal "hach, war das nicht schön?". Jaaa... Im nachhinein bereut man solche Läufe natürlich nie, immerhin kam dann noch ein 16km Lauf in 4:14' zustande.

 

Aber die Wärme schlauchte mich zunehmend und ich freute mich schon auf das kühlere Wetter in Deutschland. Dass daraus nichts wurde, ist ja bekannt. Ich hatte mich auf Mallorca in der Wärme wirklich ausgepowert und hoffte auf eine Entlastung zurück in Hamburg und eine Deutsche Meisterschaft bei netten 15-18 Grad.  In Deutschland war ich aber körperlich immer mehr müde, meine Beine immer noch schwer (jetzt wohl von der Wärmebelastung) und eine Besserung war nicht in Sicht.

 

10km DM in Hamburg

Ich hatte es befürchtet. Am Morgen der DM ging ich wie gewohnt 20 min spazieren und merkte sofort, dass das nicht meine Luft ist. Viel zu stickig, warm und schwül. Ich musste mich schon früh von meinem Vorhaben verabschieden, eine gute Platzierung zu erlaufen. Die kleinen Steigungen an der Alster waren gefühlt Berge, normalerweise habe ich im Wettkampf mit kleinen Steigungen eher keine Probleme, was natürlich am Glücksburg-Trainingsterrain liegt.  Letztendlich kam es mir am Ende nur noch darauf an, irgendwie ins Ziel zu kommen. Das kam ich in 37:02 min. "Immerhin noch schneller als letztes Jahr beim Alsterlauf", ermutigte mich Pascal, der übrigens in 31:04 min in den Top 20 landete.

 

Herbstluft im Anflug und ein guter Halbmarathon Test

Eine Woche später liefen wir in Otterndorf beim Küstenmarathon. Ich wollte den Lauf als Tempodauerlauf nutzen. Außerdem verbrachten wir ein nettes Wochenende in Otterndorf, machten einen Tagesausflug in das Klimahaus in Bremerhaven. Wer mehr über das Weltklima, aber auch an Themen wie Windenergie interessiert ist, sollte das Klimahaus unbedingt besuchen. Ebenso wird der Besucher auf "Weltreise" geschickt. Man geht durch unterschiedliche Länder und erlebt die Klimazonen hautnah. So startet man in der Schweiz, macht auch halt in der Wüste, im Regenwald, in Alaska und in der Antarktis. Auch hier bestätigte sich meine Theorie: Pudelwohl fühlte ich mich in der nachgebauten Antarktis, während ich Pascal aufgrund von Quängeleien doch am liebsten in die Wüste geschickt hätte, dort fühlt er sich deutlich wohler..

Der Halbmarathon beim Küstenmarathon lief erstaunlich gut. Das Wetter wurde kühler und ich lief dann schließlich 1:23:30 und fühlte mich zum ersten Mal seit Wochen wieder gut dabei. Nun freue ich mich übermorgen auf die Landesmeisterschaft im Halbmarathon, ehe ich dann eine 2-wöchige Laufpause einlege.

 

Ein Bericht über die Landesmeisterschaft und meine Pläne für die kommenden Monate folgt am Montag oder Dienstag!