Das Resümee einer turbulenten Serie

Noch bevor gestern der große Schnee über das Land zog, ging die Drelsdorfer Winterlaufserie in ihre letzte Runde. Einen Tag später kann ich nun mit Erleichterung ein Resümee ziehen. Und dazu zählt nicht nur, dass ich das Glück hatte zum dritten Mal die Serie zu gewinnen, sondern auch, dass ich ich sagen kann, das meine Wehwehchen nun wirklich spürbar besser werden.

Ich hatte befürchtet, dass der Halbmarathon mich nochmal wieder zurückwerfen würde, was zum Glück aber nicht der Fall ist. Das Einlaufen war alles andere als, ich nenne es gerne "smooth", was aber wohl daran lag, dass ich am Vortag einen Pausentag eingelegt hatte. Mittlerweile habe ich den Eindruck, dass die angeschlagene Sehne eher moderate Bewegung braucht, damit die Durchblutung angeregt wird und die Schlackenstoffe abtransportiert werden können.

Inaktivität macht alles nur noch schlimmer, das habe ich auch nach meiner 7-tägigen Laufpause feststellen müssen. Natürlich ist unter moderater Bewegung kein Halbmarathon gemeint, weshalb meine Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Halbmarathons durchaus ihre Berechtigung hatten. Erstaunlicherweise ging das Zwicken dann auch nach einer gründlichen Erwärmung weg, so dass ich im Wettkampf keinerlei Probleme hatte.

 

Was passiert wenn die Technik ihren Geist aufgibt

Nun stand ich da an der Startlinie, wartend auf ein gültiges GPS Signal, was mir aber leider an diesem Morgen vergönnt war. "Okay, dann eben mal ohne Technik", dachte ich mir. Was sich aber am Ende als kein leichtes Unterfangen herauskristallisierte, da auch die Kilometerschilder traditionell falsch aufgestellt werden. Außerdem werden 4 Runden und eine Auftaktrunde von 1095 m gelaufen. Somit kann man auch nicht mehr direkt die Rundenzeiten als Richtwert nehmen, so wie beim 10km Rennen und dem 15km Rennen.

Mein einziger Plan den ich mir zurecht gelegt hatte, bestand darin, nicht in die Vollbelastung zu gehen, was mich meiner Einschätzung nach zu einem glatten 4er Schnitt geführt hätte (in Zeit ausgedrückt ca. 1:24:30 min). So weit so gut.  Ohne Uhr aber gar nicht so leicht. Also erstmal los laufen, sich Platz verschaffen (was dazu führte, dass ich alleine lief. So viel Platz brauchte ich dann doch nicht ;-) ).

Das Tempo fühlte sich angenehm an und auf der ersten Runde lief noch Tim Hartmann neben mir mit dem ich mich auch noch locker unterhalten konnte (der beste Indikator, dass das Tempo stimmt). Dann irgendwann zog er frech das Tempo an und ließ mich quasi stehen. Wenn man Läufer demotivieren will, dann am besten so:)

Da ich aber wusste, dass Tim kein langsamer Läufer ist und seine Bestzeit irgendwo bei 1:14h steht, ging das voll ok. Allerdings plante er dieses Mal nur einen lockeren Lauf, was für ihn eine Zeit zwischen 1:20-1:24h bedeutete.

Als ich bei 16,1km dann auf die letzte Runde ging sah ich meine Durchgangszeit von 1:02h. 2 Minuten unter meinem Vorhaben zu laufen hätte ich nicht gedacht, weil sich das Tempo zeitweise anfühlte wie im Training und ich auch noch alleine gegen den Wind ankämpfen musste.  Die letzte Runde hätte ich mir also durchaus noch etwas Zeit lassen können, aber um ehrlich zu sein hatte ich keine Lust mehr und wollte auch einfach nur mal endlich im Ziel ankommen. Mit 50km pro Woche und nur jeden zweiten Tag trainieren (was aufgrund von meiner angschlagenen Sehne sein musste) einen Halbmarathon zu laufen ist dann doch auch wieder eine kleine Herausforderung, vor allem aber mental. Mit einer Endzeit von 1:22:18h war ich zwar deutlich schneller als mein Plan, aber ich kann im Nachhinein auch nicht behaupten, dass ich mich völlig ausgepowert habe. Manchmal ist das subjektive Empfinden wichtiger als ein Wert oder eine Zahl auf der Uhr, weshalb es auch mal ganz gut tut, sich von der Technik zu lösen und wieder mehr auf seinen Körper hört.

Eine Trennung auf Zeit

Deshalb werde ich mich auch für den Monat Februar sportlich gesehen von meiner Uhr trennen und die Läufe nur locker nach Gefühl laufen, um somit eine Entlastungsphase zu schaffen.

Was mir auch hilft (und was man erstaunlicherweise schon nach 4 Einheiten merkt!) sind die regelmäßigen Yogaeiheiten , jeweils Montags und Donnerstag. Der Körper fühlt sich danach so herrlich durchgestretcht an und ich merke jetzt schon, dass meine verkürzte Muskulatur "geschmeidiger" wird.

 

Bedanken möchte ich mich bei meinen Sponsoren cha cha & Bioland Söth, insbesondere aber dieses Mal Wellnuss für die leckere After Race Versorgung. Ich hatte nach dem Halbmarathon einen Bärenhunger und ohne euren Energiespender wäre ich warscheinlich gestorben :)  Ebenso ist Magnesium für mich unabkömmlich im Training, also gilt mein Dankeschön Pharma Nord, deren Magnesium einfach die beste Qualität hat.